Koalition Rot-grüne Politiker machen Lobbyarbeit für Wirtschaftsverbände
Hamburg - Die grüne Haushaltsexpertin Christine Scheel und der SPD-Wirtschaftsexperte Rainer Wend haben sich zu ehrenamtlichen "Botschaftern" der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" ernennen lassen - nach Einschätzung des Deutschen Gewerkschaftsbundes eine getarnte PR-Offensive der Wirtschaftsverbände.
Tatsächlich finanziert sich die Wirtschaftsinitiative fast ausschließlich aus Zuwendungen von Gesamtmetall, dem Arbeitgeberverband für die Metall- und Elektroindustrie, der sich derzeit im Tarifkonflikt mit der IG Metall befindet.
Das Engagement für die Initiative, die auf Plakaten und bei zahlreichen Veranstaltungen für einen schlankeren Staat und eine "neue Tarifpolitik" mit flexiblen Arbeitszeiten und Löhnen wirbt, lassen sich die Wirtschaftsbosse jährlich knapp zehn Millionen Euro kosten.