SPD-Chef Müntefering will Lehrstellenproblem ohne umstrittene Ausbildungsplatzumlage lösen
SPD-Chef Franz Müntefering will bei einem Ausbildungs-Gipfel nach Möglichkeiten suchen, das Lehrstellenproblem doch noch ohne gesetzliche Regelung zu lösen. Teilnehmen sollen an dem Treffen neben führenden Gewerkschaftern wie DGB-Chef Michael Sommer auch die Chefs der Spitzenverbände der Wirtschaft sowie die Frankfurter Städtetagspräsidentin Petra Roth (CDU). In einem Einladungsbrief schlägt Müntefering vor, eine "konzertierte Aktion" für mehr Ausbildungsplätze zu beschließen. Unter anderem solle über "freiwillige, tarifvertragliche Lösungen" und "überbetriebliche Ausbildungsverbünde" beraten werden. Wann das Gespräch stattfinden soll, steht noch nicht fest. Der SPD-Chef gerät jedoch unter Zeitdruck: Anfang Mai will er die umstrittene Ausbildungsplatzumlage im Bundestag mit den Stimmen der rot-grünen Regierungskoalition verabschieden lassen. Im Bundesrat droht Müntefering allerdings eine empfindliche Niederlage - selbst SPD-Länder wollen das Gesetz zurückweisen.