SPD will Anti-Bush-Stimmung für Europawahlkampf nutzen - DER SPIEGEL
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SPD will Anti-Bush-Stimmung für Europawahlkampf nutzen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die SPD plant, die deutschen Sorgen über den Kurs von US-Präsident George W. Bush in der Irak- und Nahostpolitik für den Europawahlkampf zu nutzen. "Das wird das größte Thema unserer Kampagne", sagte der SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Die Wahlkampfzentrale der SPD testet nach einem Bericht des Blatts bereits Flugblätter mit außenpolitischen Slogans. Nach Umfragen der "Europakampa" seien die Bush-kritischen Positionen der Bundesregierung fast identisch mit den Wünschen der Bevölkerung.

Spitzenkandidat Schulz hat die Wirkung des Themas bereits erprobt. Bei SPD-Veranstaltungen pflegt er nach eigenen Angaben zu rufen:"Wenn Angela Merkel Bundeskanzlerin wäre, dann stünden jetzt Tausende deutsche Soldaten im Irak." Mit solchen Sätzen, so Schulz, "kriegt man jede sozialdemokratische Versammlung zum Johlen".