Eurofighter werden in Dienst gestellt - DER SPIEGEL
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Eurofighter werden in Dienst gestellt

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In Anwesenheit von Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) wird die Luftwaffe am Freitag dieser Woche auf dem Flugplatz Laage bei Rostock die ersten Eurofighter in Dienst stellen - mit etlichen Jahren Verspätung. Die Zeremonie findet ziemlich genau 16 Jahre nach Abschluss der ersten Regierungsvereinbarungen zur Entwicklung des Kampfjets statt. Als CDU-Verteidigungsminister Manfred Wörner im Mai 1988 die Verträge schloss, hieß das Flugzeug noch "Jäger 90" und sollte 1997 einsatzbereit sein. Technische Probleme sowie Mängel bei der Produktion bewirkten jedoch immer neue Verzögerungen. Statt zuletzt geplanter 19 Maschinen erhält die Luftwaffe jetzt zudem nur 5. Kampffähig sind sie nicht: Es handelt sich um Schulflugzeuge, die in einem "Truppenversuch" nachweisen müssen, dass sie für das Pilotentraining "sinnvoll nutzbar" sind. Die Kampfversion des Eurofighters, an dem auch Großbritannien, Italien und Spanien beteiligt sind, wird voraussichtlich erst im nächsten Jahr zur Verfügung stehen. Auch der Preis hat sich mehr als verdoppelt: 1988 wurden Beschaffungskosten von 16,5 Milliarden Mark (8,4 Milliarden Euro) für 200 Jets angekündigt. Derzeit wird mit etwa 19,5 Milliarden Euro für nur noch 180 Exemplare kalkuliert. Die Bewaffnung des Eurofighters, den SPD und Grüne bis zur Regierungsübernahme 1998 eifrig bekämpft hatten, kostet noch einige Milliarden extra.