Sicherheitsmängel bei der Flugüberwachung - DER SPIEGEL
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Sicherheitsmängel bei der Flugüberwachung

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In einem Schreiben an das Bundesverkehrsministerium hat ein Beamter der Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) vor bedrohlichen Fehlentwicklungen bei den nationalen Flugwächtern gewarnt. Statt der Sicherheit am Himmel absoluten Vorrang einzuräumen, so der Techniker, werde das Agieren der 1992 privatisierten Behörde zunehmend "durch betriebswirtschaftliche Überlegungen geprägt". So würden im Umfeld von Tower und Radaranlagen Neuerungen ohne Rücksicht auf ihren "technischen Reifegrad" eingeführt, weil "z. B. Abschreibungen in bestimmte Perioden fallen sollen". Auch das DFS-Prämiensystem sei "wenig" sicherheitsdienlich: Da es Projektleiter dafür belohne, Systeme "fristgerecht" einzuführen, liege es "im eigenen finanziellen Interesse" der Verantwortlichen, bei der technischen Abnahme "alle Hühneraugen zuzudrücken". "Sicherheit", warnt der Beamte das Ministerium, existiere "bei der DFS im Wesentlichen" nur "auf dem Papier". Die DFS kommentiert den Vorgang nicht, und auch im Stolpe-Ministerium blitzte der Mahner ab. Dort speiste man ihn mit der Auskunft ab, dass "die Fachaufsicht" für Flugsicherungstechnik in die "Zuständigkeit" der DFS falle. Nur in Ausnahmefällen wird laut Ministerium das Unternehmen durch Externe überprüft.