Schröder fordert innergewerkschaftliche Reformdebatte
Bundeskanzler Gerhard Schröder fordert im Vorfeld des am Montag tagenden SPD-Gewerkschaftsrats die Arbeitnehmerorganisationen zu einer internen Reformdebatte auf: "Für die deutschen Gewerkschaften stellt sich heute die Frage, ob Leute, die inhaltlich nichts anzubieten haben wie Herr Bsirske, ihre Strategie bestimmen sollen. Ich denke, darüber wird man innerhalb der Gewerkschaften reden müssen."
Regierungschef Schröder lehnt Bestrebungen ab, die mit der Union verabredeten Ausgliederung des Zahnersatzes aus der gesetzlichen Krankenversicherung aufzukündigen: "Da kann ich nur sagen, das geht nicht. Wenn man in unserem Verfassungsgefüge in einem Vermittlungsverfahren einen Kompromiss erzielt, muss man ihn auch in den Punkten einhalten, wo er einem nicht gefällt. Im Klartext: Pacta sunt servanda - das gilt für die Opposition, das gilt auch für die Bundesregierung."
Schröder unterstützt Franz Müntefering in seiner Absicht, auch nach der Bundestagswahl 2006 Parteivorsitzender der SPD zu bleiben: "Ich hätte ein ernsthaftes und kontroverses Gespräch mit ihm führen müssen, wenn er etwas anderes gesagt hätte."