CSU für drastische Erhöhung der Jahresarbeitszeit
Nach Einschätzung der CSU muss die Jahresarbeitszeit der Bundesbürger drastisch erhöht werden. In einem Thesenpapier für die Klausurtagung der CSU-Landesgruppe diese Woche im Kloster Banz heißt es, eine wesentliche Ursache der fortwährenden Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland seien die kurzen Arbeitszeiten. Ziel müsse es sein, eine tarifliche Arbeitszeit von 1720 Stunden im Jahr wie in Österreich zu erreichen. Das wären nach CSU-Berechnungen über 160 Stunden mehr, als ein westdeutscher Arbeiter im verarbeitenden Gewerbe derzeit im Job verbringt. Diskutiert werden soll auch über eine Streichung von Feiertagen. Der CSU-Wirtschaftsexperte Alexander Dobrindt fordert, den Tag der Arbeit und den Tag der Deutschen Einheit generell an einem Sonntag zu feiern. Im Gegenzug müssten sich die Arbeitgeber verpflichten, eine bestimmte Anzahl neuer Jobs zu schaffen.