Nordrhein-Westfalen SPD-Kandidaten verleugnen im Wahlkampf die eigene Partei
Bei der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen am 26. September muss die SPD eine herbe Niederlage fürchten. Deshalb koppeln sich offenbar etliche Kandidaten in ihrem Wahlkampf bewusst von der Schröder-Partei ab.
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So fehlt auf den Plakaten der Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann das rote SPD-Logo - stattdessen prangt auf einem gelben Herz "Bonn". Dies sei kein Affront gegen die Partei, beschwichtigt der Unterbezirksvorsitzende Ulrich Kelber.
Auch in Sankt Augustin bei Bonn präsentiert sich der langjährige SPD-Fraktionsvorsitzende Heinz-Willi Schäfer auf den Plakaten schlicht als Kandidat ohne Partei. Friedhelm Julius Beucher, der bis 2002 in Berlin den Sportausschuss des Bundestags leitete, will nun in Bergneustadt im Oberbergischen Bürgermeister werden. Seinen Verzicht auf den Parteihinweis erklärt der prominente Genosse so: "Ich muss mich vom Negativtrend der SPD abkoppeln."