Geschäftsmann wollte Atomtechnik nach Teheran vermitteln
Für Unruhe in der Bundesregierung sorgt der vergangene Woche bekannt gewordene Fall eines mutmaßlichen Schmugglers von Atomtechnik. Der 53-jährige Geschäftsmann Helmut R. soll dem international umstrittenen iranischen Nuklearprogramm als Vermittler zugearbeitet haben. Der Deutsche hat laut Bundesanwaltschaft im Januar 2003 die Lieferung von 24 Telemanipulatoren vermittelt. Mit dem Gerät können abgebrannte Kernbrennstäbe sicher bearbeitet werden. Das Geschäft sei nicht zu Stande gekommen, weil europäische Behörden Alarm schlugen. Die Ermittlungen gelten wegen Teherans Atomprogramm als brisant. Ende Juli 2003 hatten Unbekannte eine Bombenattrappe mit der Warnung vor R.s Tür gelegt, er solle seine Arbeit für Iran einstellen. Deutsche Geheimdienstler vermuten den Mossad hinter der Drohung.