Pfahls schreibt in beschlagnahmter Stellungnahme über Geldflüsse
Vier Monate nach der Festnahme des ehemaligen Verteidigungsstaatssekretärs Ludwig-Holger Pfahls, 61, in Paris sickern Informationen über den Inhalt einer 22 Seiten starken handschriftlichen Stellungnahme durch, die Pfahls kurz vor seiner Festnahme verfasst hatte: Darin soll Pfahls Zuwendungen des bayerischen Lobbyisten Karlheinz Schreiber eingeräumt haben. Er habe jedoch ebenfalls erklärt, nichts von dem Geld erhalten zu haben, das Schreiber für ihn im Ausland hinterlegt habe. Es sei dabei auch nicht um eine Belohnung für das Panzergeschäft mit Saudi-Arabien gegangen, sondern um ein anderes Projekt. Der fünf Jahre lang untergetauchte Jurist soll zudem darlegen, er habe nie etwas von einem Treuhandkonto "Holgart" in der Schweiz gewusst, das die Augsburger Staatsanwaltschaft Pfahls zurechnet. Zugleich berichte Pfahls über Zahlungen an andere Personen, ohne jedoch Namen zu nennen. Der Schriftsatz war bei Pfahls' Festnahme beschlagnahmt worden. Momentan streiten Staatsanwaltschaft und Verteidigung, ob das Papier als Beweismittel zugelassen wird.