Umweltschäden und Kampfstoffreste verteuern Schließung von Bundeswehrstandorten
Die geplante Schließung von 105 Bundeswehrstandorten könnte den Steuerzahler noch teuer zu stehen kommen. Auf vielen nun brachliegenden Arealen müssen Umweltschäden beseitigt werden. Die Altlasten reichen nach vorläufigen Erhebungen der Bundeswehr von vergleichsweise harmlosen Ölverschmutzungen an Tankstellen bis hin zu Verseuchungen des Grundwassers sowie Munitions- und Kampfstoffresten aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. So ist etwa der Boden der Hindenburg- Kaserne in Neumünster mit Milzbranderregern verseucht. Von ihnen gehe zwar derzeit "keine akute Gefahr" aus, beteuerte das Verteidigungsministerium auf Anfrage des schleswig-holsteinischen FDP-Politikers Jürgen Koppelin - ob "Sanierungsmaßnahmen" erforderlich würden, hänge aber "von der zukünftigen Nutzung" des Geländes ab. Die medizinisch Anthrax genannten Milzbranderreger können bei Hautkontakt zum Tod führen.