DSV-Biathlon-Nachwuchsreferent Rösch verriet als Stasi-Mitarbeiter jahrelang Sportfreunde - DER SPIEGEL
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DSV-Biathlon-Nachwuchsreferent Rösch verriet als Stasi-Mitarbeiter jahrelang Sportfreunde

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Erneut muss der Deutsche Skiverband (DSV) sich mit einem prominenten Stasi-Fall auseinandersetzen. Eberhard Rösch, 50, Biathlon-Nachwuchsreferent des DSV und als Geschäftsführer des SSV Altenberg einer der wichtigsten Funktionäre in Sachsen, hat laut Stasi-Unterlagen 17 Jahre als Inoffizieller Mitarbeiter (IM) dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) zugearbeitet. Rösch, selbst Weltmeister und Olympia-Dritter, unterschrieb am 28. August 1972 gegenüber der Stasi eine Verpflichtungserklärung. In der Folgezeit wurde "IMS Frieder Körner" vom MfS mehrfach belobigt und kassierte insgesamt 19 Prämien im Gesamtwert von fast 2500 DDR-Mark. Laut Stasi-Akten entrüstete sich IM Frieder Körner über besoffene Funktionäre, einen Arzt mit einer "ausgeprägten Bekanntschaft zum weiblichen Geschlecht" und über Sportlerkollegen, die Westkontakte hatten. Zudem meldete er eine "Masseuse", die angeblich eine Sportreise zur Flucht nutzen wollte. Frieder Körner gab auch intime Informationen über seinen ehemaligen Mannschaftskameraden Frank Ullrich weiter. Ullrich ist heute Trainer der deutschen Nationalmannschaft und betreut unter anderem Röschs Sohn Michael. Rösch wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern; er behauptet, sich gegenüber einer Kommission des Deutschen Sportbundes erklärt zu haben.