Oettinger will Steuern senken und Vergünstigungen abschaffen - DER SPIEGEL
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Oettinger will Steuern senken und Vergünstigungen abschaffen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der designierte baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger, der kommenden Donnerstag zum Regierungschef im Stuttgarter Landtag gewählt werden soll, will sich auch als Finanzexperte der Union im Bund profilieren: Die Pläne des Kanzlers, die Körperschaftsteuer zu senken und die Erben von Betrieben zu entlasten, hält er für sinnvoll. Die Gegenfinanzierung könne durch ein weiteres Abschmelzen der Entfernungspauschale und der Verkleinerung des Berechtigtenkreises bei der Eigenheimzulage erfolgen. Oettinger will wie auch der frühere Wirtschaftsund Finanzexperte der CDU, Friedrich Merz, durch eine große Steuerreform eine Vereinfachung des Systems erreichen, den Spitzensteuersatz auf 36 Prozent senken, den Grundfreibetrag um gut 1000 Euro anheben und zur Finanzierung dieses Pakets Steuervergünstigungen abschaffen. Unionspolitiker als auch Top-Manager setzen offenbar auf Oettinger als neuen Merz. "Oettinger hat das Zeug, der Wirtschaftsfachmann der Union zu werden", sagt Porsche-Chef Wendelin Wiedeking.