Ottmar Schreiner will vorerst in der SPD den "Kurs von Partei und Regierung an wichtigen Stellen korrigieren"
Der SPD-Bundestagabgeordnete Ottmar Schreiner hat angekündigt, seine Partei vorerst nicht zu verlassen und nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen erneut für einen Richtungswechsel zu streiten. "Noch kämpfe ich für eine Umorientierung der Sozialdemokratie, weil ich erhebliche Elemente der jetzigen Politik für falsch halte", sagte Schreiner dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Ziel sei es, "den Kurs von Partei und Regierung an wichtigen Stellen zu korrigieren". Zugleich warnte er seine Partei: "Wenn die SPD nach links immer mehr Freiraum lässt und eine wachsende Zahl von Menschen mangels Alternative nicht mehr wählen geht, dann drängt sich eine neue Partei geradezu auf." Es gebe "Signale, dass ein wachsender Teil in Partei und Fraktion endlich auf einen Wandel drängen wird", sagte der Vorsitzende der sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen. "Entweder sieht man ein, dass es so nicht weitergeht - oder die SPD verliert weiter an Zustimmung."