Scharfe Kritik an Mahnmal-Initiatorin Rosh - DER SPIEGEL
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Scharfe Kritik an Mahnmal-Initiatorin Rosh

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Lea Rosh, Initiatorin des Berliner Denkmals für die ermordeten Juden Europas, erntet für ihren Plan, den Backenzahn und den Judenstern von zwei Holocaust-Opfern in eine der 2711 Betonstelen einzumauern, immer größere Empörung unter jüdischen Repräsentanten. Hermann Simon, Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin, hat Bundestagspräsident Wolfgang Thierse in einem Brief aufgefordert, seinen Einfluss zu nutzen, damit das Mahnmal nicht "missbraucht" werde. Aus jüdischer Sicht sei der Vorschlag "nicht hinnehmbar". Der "schwächste Ausdruck, den ich hierfür finde, ist 'geschmacklos'", schreibt Simon an Thierse, der gleichzeitig Kuratoriumsvorsitzender der Denkmalsstiftung ist. Auch der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan Kramer, kritisiert Rosh. "Frau Rosh versucht, aus dem Mahnmal einen Reliquienschrein zu machen. Das schadet dem Mahnmal." Simon wie Kramer weisen darauf hin, dass die Gedenkstätte durch die Bestattung eines Körperteils den Charakter eines Friedhofs bekommen würde. Gewissen Juden, die sich als Nachkommen der Priester des ehemaligen Tempels von Jerusalem verstehen, falle es aus religiösen Gründen schwer, einen solchen Ort noch zu betreten, so Simon.