Wulff wirbt für Endlager Gorleben
Im Falle eines Regierungswechsels in Berlin will die CDU das niedersächsische Gorleben zum Endlager für radioaktive Abfälle machen. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) rühmte vergangene Woche während einer Japan-Reise die Vorzüge des unterirdischen Salzstock im Osten seines Bundeslandes. Der Staatssekretär im Industrieministerium in Tokio zeigte sich höchst interessiert an den deutschen Erfahrungen. Im rohstoffarmen Japan decken derzeit 54 Reaktoren etwa 30 Prozent des Strombedarfs. Derzeit sind drei weitere im Bau. Die Planung für ein Atommüllendlager ist jedoch noch nicht weit fortgeschritten. Die Regierung in Tokio will nun eine Delegation nach Gorleben entsenden, um sich bei der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern (DBE) über die Beschaffenheit des Salzstocks zu informieren. Bisher befindet sich dort lediglich ein Atommüllzwischenlager, der jahrzehntealte Plan für ein Endlager wurde von Rot-Grün auf Eis gelegt.