Linkspartei fordert Mitglieder zu 48-Stunden- Dauerwahlkampf auf - DER SPIEGEL
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Linkspartei fordert Mitglieder zu 48-Stunden- Dauerwahlkampf auf

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Um den negativen Trend in den Umfragen zu brechen, setzt die Linkspartei in der Schlussphase auf einen "48-Stunden-Dauerwahlkampf". In einem dramatischen Appell an die Parteimitglieder hat Wahlkampfchef Bodo Ramelow sie dazu aufgerufen, vom Freitag, dem 16. September, bis zum Wahlsonntag permanent Wahlkampf zu führen. Der Grund: Ein Teil der Anhängerschaft habe "unter dem Eindruck der Kampagnen der großen Parteien inzwischen wieder zu zweifeln begonnen", so Ramelow. Die Wahlkämpfer sollten deshalb nun in einen Kampf Mann gegen Mann eintreten. Sie sollten "das persönliche Gespräch mit dem Nachbarn" führen, potentielle Wähler ansprechen - ob im Wartezimmer des Arztes, auf der Straße, in der Bahn oder beim Friseur. Außerdem sollten Wähler per Telefon, SMS oder E-Mail erreicht werden. Die Genossen werden auch zum Rapport an die Internet-Wache in der Parteizentrale aufgefordert. In dem Brief heißt es dazu: "Jede Meldung nach dem Motto: '13 Uhr: habe sieben Bayern auf Urlaub am Potsdamer Platz gewonnen' oder '23 Uhr: Infostand auf der Reeperbahn'" würde sofort ins Netz gestellt.