Rüstungskonzern EADS entwickelt geheime Flugdrohne "Barracuda" - DER SPIEGEL
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Rüstungskonzern EADS entwickelt geheime Flugdrohne "Barracuda"

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Streng abgeschirmt von der Öffentlichkeit hat der Rüstungskonzern EADS der deutschen Luftwaffe das geheime Vorläufermodell einer unbemannten Aufklärungsdrohne vorgestellt. Im bayerischen Manching, wo EADS den "Eurofighter" baut und die Bundeswehr eine Erprobungsstelle unterhält, durfte Luftwaffenchef Generalleutnant Klaus-Peter Stieglitz vergangene Woche den Geheim-Flieger namens "Barracuda" besichtigen. Das ferngesteuerte Gerät dient vorerst der Erprobung neuer Technologien und dürfte bereits im Februar - an einem abgeschiedenen Platz auf der iberischen Halbinsel - zum Erstflug starten. "Barracuda" wird als Aufklärer entwickelt, könnte später aber auch zum Kampfjet hochgerüstet werden. Vorbild sind US-Drohnen wie die "Predator", ein Spähflugzeug, das mit "Hellfire"-Raketen bestückt und vom Geheimdienst CIA für Angriffe auf mutmaßliche Terroristen eingesetzt wird. Die EADS sieht das bisher von den USA und Israel dominierte Geschäft mit unbemannten Fluggeräten als vielversprechenden Wachstumsmarkt und hat das Projekt "Barracuda" deshalb weitgehend selbst finanziert. Das Schweizer Verteidigungsressort leistete einen kleinen Beitrag. Weil die Luftwaffe ihre gut 20 Jahre alten "Tornado"-Aufklärungsjets durch unbemannte Flieger ersetzen möchte, hofft der Konzern nun auf einen größeren Geldsegen aus Berlin.