Merkel beliebter als Schröder und Kohl
Angela Merkel ist bei den Deutschen beliebter, als es ihre Vorgänger Gerhard Schröder und Helmut Kohl je waren. 85 Prozent der von TNS Infratest für den SPIEGEL Befragten wollen, dass die erste deutsche Kanzlerin auch künftig "eine wichtige Rolle" in der Politik spielt. Weder Schröder noch Kohl erreichten je so hohe Zustimmungswerte bei einer SPIEGEL-Umfrage. Anhänger der Union gaben der CDUVorsitzenden Merkel ihr Votum sogar zu 99 Prozent. Der Einzige, der in den vergangenen 20 Jahren sich noch höherer Beliebtheit bei den Wählern erfreuen konnte, war der liberale Außenminister Hans-Dietrich Genscher, der in den Nach-Wende- Jahren 1990/1991 Werte von bis zu 89 Prozent erzielte. Aber auch den führenden Sozialdemokraten bekommt die Große Koalition gut: Der neue SPD-Chef Matthias Platzeck hat auf Anhieb mehr als zwei Drittel aller Befragten für sich eingenommen (72 Prozent), nur drei Prozentpunkte weniger als Präsident Horst Köhler. SPD-Vizekanzler Franz Müntefering hat sich seit dem letzten Ranking Ende Oktober um 8 Prozentpunkte auf 66 Prozent verbessert. 1000 Befragte vom 17. bis 18. Januar.