Evakuierungs-Aktion: Bundeswehr plante Geheim-Aktion in Afrika - DER SPIEGEL
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Evakuierungs-Aktion Bundeswehr plante Geheim-Aktion in Afrika

Die Debatte über einen möglichen Kongo-Einsatz hat eine unerwünschte Nebenwirkung für die Bundesregierung: Vergangene Woche wurden Details einer Geheimaktion der Bundeswehr in Afrika aus dem Herbst vorigen Jahres bekannt, die über den Regierungswechsel am 22. November hinaus im Verborgenen gehalten wurde.
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Berlin - Um notfalls bedrohte Europäer aus den Bürgerkriegswirren im westafrikanischen Elendsstaat Elfenbeinküste zu evakuieren, waren am 17. Oktober rund 60 Bundeswehrsoldaten im Nachbarland Ghana stationiert worden. Am Flughafen von Accra standen zudem drei Transall-Transporter der Luftwaffe startklar; rund 200 Soldaten der Division Spezielle Operationen hielten sich auf dem Übungsplatz Daaden im Westerwald abmarschbereit. Die Transall kehrten am 12. November aus Ghana zurück. Bis zum 25. November kreuzte jedoch der mit Hubschraubern und einem Lazarett ausgestattete Einsatzgruppenversorger "Berlin" weiter vor der Elfenbeinküste. Der Bundestag sollte von der Aktion erst informiert werden, wenn die Truppen bei "Gefahr im Verzug" die Grenze der Elfenbeinküste überschritten hätten.