Spendenaffäre: Schreiber soll Zahlung an Geheimkonto der CSU geleistet haben - DER SPIEGEL
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Spendenaffäre Schreiber soll Zahlung an Geheimkonto der CSU geleistet haben

Bekommt die Spendenaffäre neuen Schwung? Von dem in Kanada gegen seine Auslieferung kämpfenden Karlheinz Schreiber drohen der CSU neue Anschuldigungen: Der Rüstungs-Lobbyist will angeblich belegen, dass er eine hohe Zahlung auf ein Geheimkonto der Partei geleistet hat.
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Hamburg - Um die Vorwürfe gegen seinen Mandanten zu entkräften, dem Augsburger Staatsanwälte unter anderem Steuerhinterziehung und Bestechung zur Last legen, hatte Schreibers Münchner Anwalt Jan Olaf Leisner beim Finanzgericht bereits im Juni 2004 einen ersten umfangreichen Schriftsatz eingereicht. Darin ist detailliert aufgelistet, welche Firmen die Millionenprovisionen Schreibers für Hubschrauberverkäufe und einen Deal mit Fuchs-Spürpanzern empfangen haben sollen.

Bis zum Sommer soll nun ein zweiter Schriftsatz folgen, in dem es, so Insider, auch um bisher unbekannte Geldflüsse für ein Airbus-Geschäft mit Kanada geht. Unter anderem soll darin angeblich eine hohe Zahlung für ein Geheimkonto der CSU – eine Art Kriegskasse von Franz Josef Strauß bei einer Offshore-Bank – mit Bankdokumenten belegt werden.

Schreiber sei, sagen seine Berater, aus alter Nibelungentreue zu Vertrauten des verstorbenen CSU-Chefs bislang nicht bereit gewesen, diese Zahlung zu offenbaren. Das könne sich im Fall einer Auslieferung aus Kanada aber ändern. In der vergangenen Woche hatte ein Gericht im kanadischen Ontario Schreibers Einspruch gegen die Auslieferung nach Deutschland abgelehnt, nun bleibt ihm nur noch der Gang zum Obersten Gerichtshof. Augsburger Ankläger hoffen, dass Schreiber noch in diesem Jahr nach Bayern kommen muss. Sowohl die CSU als auch die Familie Strauß haben stets bestritten, von Schreiber Geld erhalten zu haben.