Zivildienstleistende für private Klinikkonzerne - DER SPIEGEL
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Zivildienstleistende für private Klinikkonzerne

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Private Klinikkonzerne und andere Firmen können künftig Zivildienstleistende einstellen. Die profitable Beschäftigung wird durch neue Richtlinien des Familienministeriums erleichtert. So schaffte das Ressort der CDU-Politikerin Ursula von der Leyen jetzt die Vorschrift ab, dass Zivis nur in Einrichtungen arbeiten dürfen, "die dem Allgemeinwohl dienen" und bei denen "die Erzielung von Gewinn entweder gänzlich ausgeschlossen ist oder zumindest stark in den Hintergrund tritt". Nun heißt es, die Institutionen müssten "dem Allgemeinwohl dienende Aufgaben erfüllen"; anerkannt würden aber auch "andere Einrichtungen", sofern sie "besonders schützenswerte Leistungen für die Allgemeinheit erbringen", von der Umsatzsteuer befreit oder als Krankenhaus zugelassen seien. Billigere Kräfte gibt es kaum: Ein Zivi – derzeit sind rund 70.000 Posten besetzt – kostet im Jahr etwa 15.000 Euro. Davon zahlt der "Arbeitgeber" nur knapp die Hälfte, den Rest trägt der Staat.