Achilles' Ferse Bis aufs Blut
Hallo Achim,
ich habe eine Beobachtung gemacht, die mir seither keine Ruhe mehr lässt. Vor knapp vier Wochen musste ich beim lockeren Laufen feststellen, dass ich relativ schnell außer Atem geriet und das Gefühl hatte, nur noch schlecht Luft zu bekommen. Wenige Tage zuvor war ich seit langer Zeit mal wieder zum Blutspenden. Besteht hier ein Zusammenhang, und wenn ja, ist dieser besorgniserregend? Sollte ich zum Wohle meiner Gesundheit lieber aufs regelmäßige Blutspenden verzichten?
Vielen Dank für Ihre Hilfe, Paul
Atemnot nach Blutverlust: Mit Vitaminen und Eisen entgegen wirken
Foto: AP
Lieber Paul,
ein Zusammenhang kann da schon bestehen. Schließlich fehlt dir, zumindest vorübergehend, ein Teil deines Sauerstofftransportmittels. Lass doch bitte mal nach einer Blutspende deinen Hämoglobin-Wert (HB) vom Hausarzt bestimmen. Dann hast du Gewissheit. Ein Grund zur Sorge ist es allerdings nicht. Es gilt: Blutspenden rettet Leben.
Besten Gruß, Dr. Dirk Pajonk
Hallo Paul,
mit ein paar
Vitaminen und einem Viertelpfund Eisen kannst du dein Blut schneller wieder auffüllen. Glaube allerdings nicht an die Märchen, die manch Medizinmann verzapft. Das ist eher was zur Unterhaltung.
Dein Nahrungsergänzer Achim
Hallo Paul,
bitte verzichte nicht aufs Blutspenden. Sollte die Atemnot tatsächlich auf die vorangegangene Blutspende zurückzuführen sein, dann weißt du das künftig und lässt zwischen Spenden- und Wettkampftermin ausreichend Zeit.
Zudem denke ich, dass du wegen des Aderlasses grundsätzlich nicht so gut drauf warst und schneller als sonst erschöpft warst, was sich vor allem beim Atmen bemerkbar macht. Dein gesunder Körper reguliert den Blutverlust sehr schnell, ein Todkranker im OP braucht es dringend. Wenn du keinen Meistertitel vorbereitest, bleib' ein Blutspender.
Danke, Dein Klemmbrett-Karrass
Hallo Achim und Team,
ich laufe regelmäßig, zwei- bis dreimal die Woche, morgens, circa eine Stunde, um die zehn Kilometer und bin damit glücklich und zufrieden. Nur manchmal plagt mich ein etwas delikates Leiden, bei dem ich mal nachfragen muss, ob das unter Läufern verbreitet ist. Hin und wieder bekomme ich während des Laufens einen leichten Druck in der Aftergegend. Würde ich nicht laufen, ginge ich einfach aufs Klo.
Da mich das aber völlig durcheinander bringt in meinem Rhythmus, verkneife ich mir das Klo, was auch nicht weiter schwierig ist. Leider ist es nur so, dass ich, wenn ich danach aufs Klo gehe, hin und wieder Blut in der Schüssel sehe. Ähnliche Probleme habe ich sonst nie. Und da ich ja auch nicht jedes Mal, wenn ich laufe, dieses Problem habe, habe ich auch nicht nach irgendwelchen anderen Erklärungen gesucht. Ich möchte nur vermeiden, dass ich mir und meinem Hintern irgendwas Doofes antue.
Ich danke mal im voraus für eine Antwort, Verena
Liebe Verena,
ganz ohne Scheiß: Vielen Dank, dass du so offen über ein Tabu-Thema schreibst. Ich dachte immer, merkwürdige Körperreaktionen gäbe es nur bei mir.
Erleichtert, Achim
Liebe Verena,
schwer zu beantworten, weil ich nicht weiß, wie viel Blut du verlierst und woher es stammt. Aus der Ferne lässt sich ein solches Problem jedenfalls nicht lösen. Sinnvoll ist es, direkt nach einem solchen Ereignis zu deinem Hautarzt oder besser noch zu einem Proktologen zu gehen, um die Ursache zu finden. Dann bist du beruhigt. Und wir sind es auch. Wäre schön, wenn wir auch erfahren könnten, woran es gelegen hat.
Besten Gruß, Dr. Dirk Pajonk
Liebe Verena,
das Problem, dass du beim Laufen aufs Klo musst, hast du nicht exklusiv. Du kannst sicher sein, dass selbst Weltklasse-Läufer beim Training regelmäßig in die Büsche verschwinden. Kontrolliere doch mal, was und wie lange vor dem Laufen du isst und ob sich das durch ein paar Veränderungen regulieren lässt.
Viele Grüße, Klemmbrett-Karrass
Hallo Doc,
hallo Achim,
neulich las ich eure Beratung zum Thema Laufen mit Schiene; ich vermute einmal, ihr meintet die Aircast-Schiene und den Hinweis vom Doc, dass man damit
nicht lange laufen kann. Da ich relativ häufig im linken Sprunggelenk umknicke und dann regelmäßig (ein- bis zweimal im Jahr) einen dicken Fuß bekomme, muss ich immer wieder mit der Aircast-Schiene zu trainieren beginnen. 2007 bin ich sogar ohne größere Probleme den Berlin-Marathon vier Wochen nach einer Dehnung mit der Schiene in 4:35 Stunden gelaufen. Tipp: lange, dicke Strümpfe drunter!
Gruß, Bernd
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