Ausrüsterstreit: Adidas ante portas - DER SPIEGEL
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Ausrüsterstreit Adidas ante portas

Wenn zwei sich streiten: Der DFB ist der große Nutznießer des Wettbewerbs zwischen Nike und Adidas um einen neuen Ausrüstervertrag. Die nächste Runde läuten jetzt die Herzogenauracher ein - mit einem verbesserten Angebot an den Verband.
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Frankfurt am Main - Im Ausrüsterstreit zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Adidas hat der Sportartikelhersteller offenbar finanziell noch mal nachgebessert. Die Höhe ist bisher nicht bekannt. Man habe das Angebot zur Kenntnis genommen, erklärte der DFB nach einer Präsidiumssitzung in Frankfurt am Main. Die Verhandlungen mit Adidas sollen fortgesetzt werden.

Der DFB hat mit Adidas einen Vertrag bis 2010, der eine jährliche Zahlung von elf Millionen Euro vorsieht. Nike bietet ab 2011 für einen Achtjahresvertrag insgesamt 500 Millionen Euro – 50 Millionen Euro pro Jahr plus Sonderzahlungen.

Adidas geht davon aus, dass es eine mündliche Vertragsverlängerung mit dem DFB bis 2014 gibt, was der Verband bestreitet und durch ein Rechtsgutachten auch belegt sieht. DFB-Präsident Theo Zwanziger hatte in einem SPIEGEL-Interview im Februar dazu gesagt: "Wir haben unser Wort gegeben, bis 2014 zu verlängern, wenn die Bedingungen stimmen."

Ungeachtet dessen soll die langjährige Partnerschaft weiter bestehen. Adidas-Chef Herbert Hainer hatte auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens am Mittwoch erklärt, dass auf beiden Seiten ein starker Wille vorhanden sei, auch in Zukunft zusammenzuarbeiten. Man habe sehr konstruktive Gespräche geführt, hatte Hainer gesagt: "Ich gehe nicht davon aus, dass es zu einer Eskalation der Preise kommt." Seiner Ansicht nach sei das Nike-Angebot ein einmaliger Fall und entbehre jeder wirtschaftlichen Grundlage. Hainer geht davon aus, dass der Vertrag mit dem DFB in den kommenden Monaten unterzeichnet wird.

jr/mig/sid/dpa

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