EM 2016: Das wird heute wichtig - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

EM-Briefing am Freitag Zaubert Zlatan wieder gegen Italien?

Schafft Italien gegen Schweden heute einen zweiten starken Auftritt? Oder gelingt Zlatan Ibrahimovic ein Zaubertor wie vor zwölf Jahren? Auch Titelverteidiger Spanien spielt. Alles Wichtige im EM-Briefing.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Das passiert heute:

Der EM-Spieltag beginnt mit einer Mannschaft, die sich überraschend stark präsentiert: Italien. Nach dem 2:0-Sieg im Eröffnungsspiel gegen Belgien trifft die Squadra Azzura um 15 Uhr in Toulouse auf Schweden (im High-Liveticker bei SPIEGEL ONLINE; im TV beim ZDF). Beim Abschlusstraining konnte Trainer Antonio Conte auf alle 23 Spieler im Kader zurückgreifen - auch auf den zuletzt leicht angeschlagenen Stürmer Graziano Pellè.

Zlatan Ibrahimovic 2004 gegen Italien

Zlatan Ibrahimovic 2004 gegen Italien

Foto: Phil Cole/ Getty Images

Bei den Schweden hofft Superstar Zlatan Ibrahimovic nach dem mageren 1:1 im ersten Spiel gegen Irland auf eine bessere Leistung. An Italien dürfte der Stürmer gern zurückdenken. Dort feierte er als Klubspieler in Turin und Mailand große Erfolge. Vor allem aber traf er bei dem EM 2004 mit einem sensationellen Hackentrick gegen Italien zum 1:1-Endstand. Auch damals war es das zweite Gruppenspiel. Schweden kam bis ins Viertelfinale, Italien schied in der Vorrunde aus.

Auch in der Gruppe D wird gespielt. Um 18 Uhr trifft Tschechien auf Kroatien (in Saint-Étienne). Die Kroaten haben bereits drei Punkte auf dem Konto, die Tschechen stehen hingegen nach einer Auftaktpleite unter Druck.

Manuel Agudo Nolito

Manuel Agudo Nolito

Foto: David Ramos/ Getty Images

Um 21 Uhr tritt dann der Titelverteidiger an: Spanien will gegen die Türkei den zweiten Sieg des Turniers einfahren. Beim 1:0-Auftakterfolg gegen Tschechien lief vor allem offensiv längst nicht alles rund. Sorgen macht man sich im Team aber offenbar nicht: "Habt Vertrauen, Freunde", sagt Angreifer Nolito, "die Tore werden kommen." Na dann!

(Spielpläne, News und Analysen lesen Sie hier auf der EM-Seite von SPIEGEL ONLINE.)

So lief es gestern:

Hat hier nix zu suchen: Queen Elizabeth II. und Prinz Philip

Hat hier nix zu suchen: Queen Elizabeth II. und Prinz Philip

Foto: Alan Crowhurst /Getty Images for The Patrons Lunch

Am Nachmittag war es so weit: "The Battle of Britain" - England gegen Wales. In der ersten Halbzeit ging Wales durch einen Freistoß von Gareth Bale in Führung, die Engländer waren schwach. Nach der Pause drehte sich das Bild, den Ausgleich erzielte der eingewechselte Jamie Vardy und in der Nachspielzeit machte Daniel Sturridge das 2:1. Oh dear, what a match! Reaktionen der Queen sind nicht überliefert.

Zwischen der Ukraine und Nordirland war erst mal eine Halbzeit lang nicht viel zu sehen. Selbst TV-Experte Oliver Kahn konnte sich kaum etwas notieren. In der 49. Minute fiel dann das erste nordirische Tor bei einer EM: Gareth McAuley traf mit dem Kopf nach einem Freistoß. Ein historischer Moment, da legte sich das halbe Team nieder. In der Nachspielzeit traf dann noch Niall McGinn und das Spiel war perfekt, also für die Nordiren.

Am späten Abend traf Deutschland in Paris auf Polen. Das war, na ja. Also. Es war ein Fußballspiel, das schon. Aber so richtig mitreißend war es nicht und dementsprechend lahm das Ergebnis: 0:0. Die Defensive war solide, nach vorne hin passierte nicht viel. Hier ist der Spielbericht. Doch taktisch hat sich was getan - lesen Sie hier die Analyse.

Das Schicksal der Ukraine bei dieser EM ist damit bereits besiegelt - sie kann nicht mehr ins Achtelfinale einziehen.

Aus für die Ukraine

Aus für die Ukraine

Foto: SERGEI SUPINSKY/ AFP

Die Helden des Tages:

Die nordirischen Torschützen Gareth McAuley und Niall McGinn - weil sie für den Friedensprozess ihres Landes stehen. Der eine ist Protestant, der andere Katholik - eine Zusammenarbeit wäre in Zeiten des Nordirland-Konflikts nicht nur undenkbar, sondern lebensgefährlich gewesen. Zusammen schossen sie Nordirland nun zum ersten EM-Sieg in der Geschichte ihres Landes.

Die Highlights im Video:

Foto: DPA

Sie wollen die besten Szenen, die wichtigsten Entscheidungen noch einmal sehen? Hier sind die EM-Video-Highlights zum Spiel Deutschland gegen Polen.

Hier tippt die Redaktion

Foto: Jeannette Corbeau

Christoph Sydow, Redakteur: "Zlatan Ibrahimovic hat bei allen großen italienischen Teams gespielt, er wurde mit Juventus Turin, Inter und dem AC Mailand Meister. Dreimal wurde er zum Fußballer des Jahres in Italien gekürt. Die Tifosi verehren ihn bis heute. Doch die Liebe der italienischen Fans für Ibrahimovic wird heute für 90 Minuten ruhen. Um 15 Uhr trifft die Squadra Azzurra auf Schweden. Die Altherrenriege um Gianluigi Buffon will beweisen, dass ihr 2:0-Erfolg zum Auftakt gegen Belgien kein Zufall war. Schweden hat im ersten Spiel gegen Irland enttäuscht, nur ein Eigentor bewahrte die Gelb-Blauen vor einer Niederlage. Heute wird kein Italiener ins eigene Tor treffen: Italien gewinnt ganz abgezockt 1:0."