Fifa-Korruption 152 verdächtige Transaktionen
Fifa-Zentrale in Zürich: "Sehr gute Analysearbeit"
Foto: Fabrice Coffrini / AFPDas Strafverfahren wegen möglicher Korruption im Fußball-Weltverband Fifa im Zusammenhang mit der WM-Vergabe an Russland und Katar macht Fortschritte. Neun Monate nach Eröffnung bestehe bei inzwischen 152 Finanztransaktionen der Verdacht der Geldwäsche, teilte die Schweizer Bundesanwaltschaft in Zürich mit.
Dabei handele es sich um Verdachtsmeldungen über Bankkonten, die jeweils mehrere Geschäftsbeziehungen betreffen können. "Die Meldestelle für Geldwäscherei leistet sehr gute Analysearbeit, was die Führung der Strafverfahren der Bundesanwaltschaft wesentlich unterstützt", sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft.
Die Finanztransaktionen im Zusammenhang könnten mit der umstrittenen WM-Vergabe an Russland 2018 und Katar 2022 stehen. Beide Turnierausrichter bestreiten bislang jedes Fehlverhalten. Das Strafverfahren war auf Initiative der Fifa im November 2014 nach einer Untersuchung der Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes eingeleitet worden.