Dortmund, Chelsea, Liverpool: Comebacks in der Champions League
Comebacks in der Champions League Wiederkehrender Wahnsinn
Hamburg - Der Schlusspfiff im Dortmunder Stadion war erst wenige Sekunden verklungen, da sprach Hans-Joachim Watzke aus, was ihm jeder TV-Zuschauer ohnehin deutlich ansehen konnte. "Ich bin fix und fertig", sagte der BVB-Geschäftsführer.
Seine Mannschaft hatte mit gleich zwei Treffern in der Nachspielzeit nicht nur das Klischee vom Spiel, das 90 Minuten dauert, widerlegt, sondern für ein echtes Fußballdrama gesorgt, durch den 3:2 (1:1)-Sieg gegen den FC Malaga.
Ein Drama, ein Wunder, ein Wahnsinnsspiel ohne Gleichen? "Für die Geschichtsbücher", twitterte der BVB über den offiziellen Club-Account, "so etwas habe ich noch nicht erlebt", so Watzke - und der 53-Jährige mag recht haben: Für den BVB war es eine bisher einmalige Aufholjagd. Zumindest zwei seiner Spieler hingegen dürften sich an eine vergleichbare Partie erinnert gefühlt haben.
1999 Barcelona, 2005 Istanbul - und jetzt in Dortmund
Als die deutsche Fußballnationalmannschaft im Oktober des vergangenen Jahres in der WM-Qualifikation gegen Schweden eine 4:0-Führung noch aus der Hand gab und am Ende nur 4:4 (3:0) spielte, standen Marco Reus und Mario Götze ebenfalls auf dem Platz.
Insgesamt scheinen deutsche Teams Spezialisten zu sein, wenn es um Dramen und späte Treffer geht, vor allem in der Champions League. "Barcelona, 1999" wird vielen Fußballfans als Erstes ins Gedächtnis gekommen sein, als Felipe Santana in Dortmund den Ball zum Sieg über die Linie drückte.
Die Bayern-Niederlage gegen Manchester United in Barcelona ist ebenso schmerzliche Königsklassengeschichte wie die Final-Niederlage der Münchner gegen Chelsea im vergangenen Jahr. Und so wundert es kaum, dass es ein deutscher Spieler war, der für den FC Liverpool 2005 im Finale gegen den AC Mailand die Wende brachte.
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