Handgreiflicher Magdeburg-Trainer Petersen kommt mit milder Strafe davon
Magdeburg-Trainer Petersen: Vier Spiele Sperre für handgreiflichen Angriff
Foto: Ronny Hartmann/ Bongarts/Getty ImagesHamburg - Für seinen handgreiflichen Angriff auf seinen Trainerkollegen Jörg Goslar ist Andreas Petersen vom Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg mit einer Geldbuße von 5000 Euro sowie einem Innenraum-Aufenthaltsverbot bis zum 11. November belegt worden. Dieses Urteilt traf das Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV).
Im schlimmsten Fall hätte dem 53-Jährigen ein Entzug der Trainerlizenz gedroht. Gegen das Urteil kann Petersen binnen einer Woche nach Zustellung der Entscheidung Berufung eingelegen.
In der Halbzeitpause des Duells zwischen Magdeburg und Wacker Nordhausen Anfang Oktober (1:0) hatte Petersen sein Gegenüber beim Gang in die Kabine vor laufenden TV-Kameras angegriffen. Hinterher gab sich der Trainer reuig. Das berücksichtigte das Sportgericht in seinem Urteil. Der Vater des Bremer Bundesliga-Profis Nils Petersen sei "in dieser Form sportrechtlich noch nicht aufgefallen", zudem "waren seinem Fehlverhalten unsportliche Handlungen des gegnerischen Trainers vorangegangen."
Das Verfahren gegen Nordhausens Trainer Goslar werde "wegen des Verdachts eines unsportlichen Verhaltens, u.a. in Form der Beleidigung des Gegners" schriftlich fortgesetzt.
Wegen einer zunächst vorläufigen Sperre hatte Petersen bereits die Partie bei Viktoria 1899 Berlin (2:2) verpasst. Nun wird er drei weitere Spiele fehlen. Auf der Magdeburger Bank wird Petersens Assistent Danny König als verantwortlicher Trainer Platz nehmen. Der Club belegt mit derzeit 17 Punkten auf Rang fünf der Regionalliga Nordost.