Heimsieg gegen Nürnberg: HSV verlässt die Abstiegszone - DER SPIEGEL
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HSV vs. Nürnberg: Mancienne, Töre, Sensationen

Foto: Joern Pollex/ Bongarts/Getty Images

Heimsieg gegen Nürnberg HSV verlässt die Abstiegszone

Dank der Tore von Paolo Guerrero und Marcell Jansen gewann der HSV gegen Nürnberg. Vor wenigen Wochen war der Club noch Tabellen-Letzter, nun liegt er auf Rang elf. Doch der Sieg war teuer bezahlt, gleich zwei Hamburger Innenverteidiger verletzten sich.
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Hamburg - Der Hamburger SV hat, das ist eine Erwähnung wert, erneut ein Heimspiel gewonnen. Was lange nicht möglich schien, gelang nun bereits zum zweiten Mal in Serie. Zwei Wochen nach dem 2:0-Erfolg gegen Hoffenheim, es war der erste Sieg zu Hause nach 246 Tagen, gewann der HSV gegen Nürnberg, ebenfalls 2:0 (1:0). Die Tore erzielte Paolo Guerrero (22.) und Marcell Jansen (62.).

"Wir haben zwei ganz dumme Tore gekriegt, wir müssen hier mindestens einen Punkt mitnehmen", so FCN-Torwart Raphael Schäfer. Guerrero sagte: "Wir haben verdient gewonnen. Wir sind auf einem guten Weg."

Nach dem zweiten Sieg unter dem noch immer ungeschlagenen Neu-Trainer Thorsten Finkbelegt Hamburg mit 17 Punkten Rang elf, Nürnberg ist zwei Punkte und vier Plätze dahinter. Bei Finks Amtsübernahme Mitte Oktober war der HSV noch Tabellenletzter .

Die Anfangsphase vor rund 45.000 Zuschauern gehörte den Gastgebern, bereits in der neuten Minute vergab Gökhan Töre in aussichtsreicher Position, vier Minuten später traf Guerrero von der Strafraumgrenze nur den rechten Außenpfosten. Danach kam die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking besser in die Partie, Daniel Didavi scheiterte in der 17. und 20. Minute nur knapp.

Mancienne spielt nur 30 Minuten

Das Tor fiel aber auf der anderen Seite. Nach einem Abschlag von HSV-Torwart Jaroslav Drobny setzte sich Paolo Guerrero gegen Timmy Simons durch und überwand anschließend Schäfer. Im Anschluss waren die Gäste weiter leicht überlegen, Stürmer Tomás Pekhart scheiterte mit einem Kopfball an der Latte (37.).

Zur zweiten Halbzeit musste Fink das erste Mal wechseln, Innenverteidiger Jeffrey Bruma konnte mit einer Schulterverletzung nicht mehr weiter spielen. Für ihn kam Michael Mancienne. Doch auch der Engländer spielte kürzer als erhofft, in der 76. Minute humpelte er vom Platz und wurde durch Robert Tesche ersetzt.

Zuvor hatte schon Jansen mit einem Linksschuss aus rund zehn Metern nach Vorarbeit von Gökhan Töre zum 2:0 getroffen - und damit für die Entscheidung gesorgt. Anschließend wurde die umgebaute Hamburger Innenverteidigung, neben Kapitän Heiko Westermann spielte nun Gojko Kacar, kaum mehr gefordert. Erst in der Nachspielzeit prüfte Kacar seinen eigenen Torwart noch mal mit einem misslungenen Kopfball.

"Wir haben ein sehr gutes Auswärtsspiel gezeigt, nur wieder mal kein Tor gemacht. Bei allem Aufwand fehlt einfach die Effektivität", sagte Nürnbergs Trainer Dieter Hecking. Trotz des Heimsieges fand HSV-Trainer Fink nicht nur lobende Worte: "Mit der Leistung der Mannschaft bin ich nicht so zufrieden. Sie hat nicht umgesetzt, was sie wollte, aber sie hat gezeigt, dass sie effektiv sein kann."

Hamburger SV - 1. FC Nürnberg 2:0 (1:0)
1:0 Guerrero (23.)
2:0 Jansen (62.)
Hamburg: Drobny - Diekmeier, Bruma (46. Mancienne, 76. Tesche), Westermann, Aogo - Rincon, Kacar - Töre, Jansen - Son (61. Ilicevic), Guerrero
Nürnberg: Raphael Schäfer - Chandler, Maroh, Wollscheid, Plattenhardt - Simons (76. Feulner) - Eigler (60. Mak), Hegeler (85. Cohen), Didavi, Esswein - Pekhart
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer
Zuschauer: 45.473
Gelbe Karten: Diekmeier (2), Bruma, Mancienne (4) - Chandler (2)

leh/sid