Hoffenheim: Tim Wiese denkt nicht an eine Vertragsauflösung - DER SPIEGEL
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Fußball-Bundesliga Wiese will Vertrag bei Hoffenheim erfüllen

1899 Hoffenheim wird Tim Wiese einfach nicht los. Der aussortierte ehemalige Fußball-Nationaltorhüter will seinen Vertrag beim Bundesligisten erfüllen. Auch die Verbannung in die umstrittene "Trainingsgruppe 2" schockt Wiese nicht. Auf eine Klage gegen seinen Arbeitgeber will er aber verzichten.
Hoffenheim-Torhüter Wiese: Keinen Kontakt zum Trainer
Hoffenheim-Torhüter Wiese: Keinen Kontakt zum Trainer

Hoffenheim-Torhüter Wiese: Keinen Kontakt zum Trainer

Foto: Uwe Anspach/ dpa
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Hamburg - Er war mal Nationalspieler - doch mittlerweile hat er nicht einmal mehr einen Platz im Kader seines Clubs: Torhüter Tim Wiese spielt in den Zukunftplanungen von 1899 Hoffenheim keine Rolle mehr, eine vorzeitige Beendigung der Zusammenarbeit kommt für den 31-Jährigen aber nicht in Frage.

"Ich habe kein Interesse, meinen Vertrag aufzulösen. Ich habe nicht für vier Jahre unterschrieben, um meinen Vertrag nach einem Jahr wieder aufzulösen", sagte der 31-Jährige der "Bild"-Zeitung: "Bei mir hat sich diesbezüglich auch noch keiner gemeldet. Zu Trainer Gisdol und Manager Rosen habe ich seit zwei Monaten keinen Kontakt."

Wiese war 2012 nach Hoffenheim gewechselt und von dem damaligen Trainer Markus Babbel direkt zum Kapitän gemacht worden. Doch die Zusammenarbeit entpuppte sich als Missverständnis: Wiese zeigte oft schwache Leistungen, verlor seinen Stammplatz - und durfte am Ende nicht einmal mehr mit der ersten Mannschaft trainieren.

Auf eine Klage verzichtet Wiese

Mittlerweile wird Wiese, der angeblich 3,5 Millionen Euro pro Saison verdienen soll, vom Verein in der umstrittenen "Trainingsgruppe 2" geparkt. Hoffenheim hatte seinen Kader zu Saisonbeginn aufgeteilt, Trainer Markus Gisdol sortierte zehn Profis aus, diese sollten separat von der eigentlichen Mannschaft trainieren. Spielergewerkschaften hatten Profis wegen dieser Behandlung vor einem Wechsel nach Hoffenheim gewarnt.

Unter den aussortierten Spielern befand sich auch Eren Derdiyok, der sich diese Behandlung jedoch nicht gefallen ließ und rechtliche Schritte gegen Hoffenheim einleitete. Beide Parteien konnten sich aber noch einigen, der Angreifer wurde an seinen alten Club Bayer Leverkusen ausgeliehen. Anders als Derdiyok will Wiese jedoch nicht versuchen, sich in das Training der ersten Mannschaft einzuklagen. "Ich denke nicht daran, gerichtliche Schritte einzuleiten", sagte er.

Da die ebenfalls aussortierten Profis Tobias Weis und Edson Braafheid inzwischen vor einem Wechsel ins Ausland stehen, hatten die Club-Bosse wohl darauf gehofft, Wiese sowie die beiden Verteidiger Matthieu Delpierre und Matthias Jaissle zu einer Vertragsauflösung bewegen zu können.

bka/sid