Konföderationen-Tagebuch Verschwiegene Helfer
Der Konföderationen-Cup ist ein internationales Turnier. Man merkt das zum Beispiel daran, dass er eigentlich Confederations Cup heißt und die Werbepartner vor den Spielen erst in englischer Sprache genannt werden und dann in Deutsch. Oder an den Volunteers.
Die freiwilligen Helfer müssen mehrere Sprachen sprechen und Spezialkompetenzen haben. Einige können gut organisieren, andere haben logistisches Know-how.
Volunteers sind ein Segen fürs Turnier - sie liefern tolle Arbeit, ohne bezahlt zu werden. Sie bekommen aber die Kleidung von Adidas gestellt und dürfen sie anschließend behalten. Das ist aber auch schon alles, was man über Volunteers weiß. Ansonsten sind sie nämlich zur Verschwiegenheit verpflichtet. Ich bin mit einem von ihnen nach dem Tunesien-Spiel Taxi gefahren.
Der junge Mann half während der Spiele in Köln im Bereich Telekommunikation aus. Das ist seine Spezialkompetenz, er hat Systemelektroniker gelernt. Leider ist er seit neuestem wegen einer Rationalisierungsmaßnahme arbeitslos. Er sagt "Arbeit suchend", denn er kennt sich mittlerweile auch ganz gut auf dem Arbeitsamt aus. Leider. Die Arbeit während des Konföderationen-Cups hat ihm Spaß gemacht. Vielleicht war es das Gefühl, gebraucht zu werden.
Im nächsten Jahr, bei der WM, würde er gern wieder Volunteer sein, aber das ist leider auch das einzige, was er zu seinem Job sagen durfte. Für alles weitere müsse er erst eine Erlaubnis einholen. Nicht mal seinen Namen hat er mir verraten.
Nichts geht mehr Wir schlagen zurück