Managerstreit Bierhoff will sich mit Hoeneß aussprechen
Hamburg - "Ich möchte mich gerne zu Beginn der neuen Saison mit ihm an einen Tisch setzen, um das Thema mit ihm zu besprechen und aus dem Weg zu räumen", sagte Bierhoff der "Bild am Sonntag". Bislang habe er wegen seiner Verpflichtungen bei der Nationalmannschaft noch keine Zeit gehabt, um mit Hoeneß zu telefonieren.
Der Bayern-Manager hatte Bierhoff zuletzt im "Kicker" scharf attackiert. "Herr Bierhoff sollte sich um seinen Mist kümmern. Ich habe das Gefühl, er meint, zu jedem Thema seinen Senf abgeben zu müssen. Er soll das dumme Gequatsche sein lassen. Redet er weiter über uns, müssen wir vielleicht auch mal über ihn reden", hatte Hoeneß über den 39-Jährigen gesagt. Der Bayern-Manager hatte dabei auf Äußerungen Bierhoffs reagiert, wonach der von den Münchnern verpflichtete Luca Toni nicht zu den Top-Ten-Spielern der Welt zu zählen sei.
Bei dieser Meinung bleibe er, erklärte nun Bierhoff, der den Streit aber zu entschärfen versucht. "Jeder weiß, dass Uli Hoeneß sehr emotional ist, er stand nach den Verhandlungen mit vielen Neuverpflichtungen unter Druck. Daher betrachte ich seine Aussagen nicht als so tragisch", sagte Bierhoff. Das gehöre zur "bajuwarischen Streitkultur", er nehme nicht jede Äußerung "total ernst". Überrascht worden sei er dennoch von der "Heftigkeit der Wortwahl". Zur Androhung von Hoeneß, "auch mal über ihn" zu reden, erklärte Bierhoff: "Er kann gerne über mich reden, ich habe nichts zu verstecken."
goe/sid