Australian Open Auch Haas ist ausgeschieden
Haas am Boden: Für den deutschen Profi war die dritte Runde Endstation
Foto: PAUL CROCK/ AFPHamburg - Thomas Haas ist als letzter deutscher Tennisprofi bei den Australian Open in Melbourne ausgeschieden. Der 31-Jährige unterlag in der dritten Runde beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres dem an Nummer zehn gesetzten Franzosen Jo-Wilfried Tsonga 4:6, 6:3, 1:6, 5:7. Damit ist die Bilanz der deutschen Tennisprofis enttäuschend: Keiner der 19 gestarteten Deutschen konnte in Melbourne das Achtelfinale erreichen.
Haas musste sich dem größeren Druck und der besseren Athletik des 24 Jahre alten Parisers geschlagen geben, der vor zwei Jahren in Melbourne das Finale erreicht hatte. In kritischen Situationen half Tsonga oft sein starker Aufschlag. Insgesamt schlug Tsonga 20 Asse. Nach 2:28 Stunden Stunden nutzte Tsonga seinen ersten Matchball.
Dabei hatte Haas zuvor die große Chance verspielt, den Franzosen erstmals in seiner Karriere in einen fünften Satz zu zwingen, als er im vierten Durchgang bei 5:4 mit eigenem Aufschlag ein Break kassierte. "Ärgerlich, dass ich den vierten Satz nicht gewinnen konnte", sagte Haas, "wer weiß, was dann passiert wäre." Anschließend spielte Tsonga fehlerlos und gewann zum Ende des Matches zehn Punkte in Serie. "Wenn er so spielt, ist er sehr schwer zu schlagen", sagte Haas.
Hewitt und Federer im Achtelfinale
Zuvor hatte der Australier Lleyton Hewitt das von seinen Landleuten erhoffte Achtelfinale gegen Topfavorit Roger Federer perfekt gemacht. Hewitt setzte sich gegen Marcos Baghdatis durch, profitierte allerdings davon, dass der Zyprer beim Stande von 0:6, 2:4 aus seiner Sicht verletzungsbedingt aufgab. Federer gewann gegen den Spanier Albert Montanes 6:3, 6:4, 6:4 holte dabei seinen 50. Sieg bei den Australian Open. "Ich bin froh, wie ich gespielt habe", sagte der Schweizer, "ich fühle mich körperlich wie mental super und frisch für die zweite Woche."
Auch die anderen Favoriten zogen ohne Probleme ins Achtelfinale ein. Der an Nummer drei gesetzte Novak Djokovic (Serbien) und ATP-Masters-Sieger Nikolai Dawydenko (Russland) gaben in ihren Partien keinen Satz ab. Djokovic gewann 6:1, 6:1, 6:2 gegen den Usbeken Denis Istomin, Dawydenko setzte sich 6:0, 6:3, 6:4 gegen den Argentinier Juan Monaco durch.
Bei den Frauen blieben einen Tag nach dem unerwarteten Aus von US-Open-Siegerin Kim Clijsters Überraschungen aus. Titelverteidigerin Serena Williams bezwang die Spanierin Carla Suarez Navarro 6:0, 6:3 und trifft in der Runde der letzten 16 auf die Australierin Samantha Stosur. Venus Williams folgte ihrer Schwester anschließend mit einem 6:1, 7:6 (7:4)-Sieg gegen Casey Dell'Acqua. Die Williams-Schwestern steuern somit auf ein Treffen im Halbfinale zu.