Dakar-Tragödie Rätselraten um Todesursache
Bordeaux - "Heute haben wir neue Erkenntnisse, die vermuten lassen, dass Eric Opfer eines Zusammenstoßes war", sagte Renn-Organisator Gilbert Ysern. Demnach hätten die Ärzte bei einer ersten Obduktion Knochenbrüche festgestellt, und auch die lokale Polizei hätte Zeugenaussagen gesammelt, die die These eines Unfalls bekräftigen. Auf der 14. Etappe hatte der 42-Jährige nur wenige Kilometer vor dem Ziel das Bewusstsein verloren und konnte nicht mehr reanimiert werden.
In einer ersten Mitteilung hatten die Veranstalter noch einen Herzinfarkt als Todesursache angegeben. "Wir wollen nichts verheimlichen und transparent mit der Angelegenheit umgehen." Auch Sylvie Aubijoux, die Ehefrau des Verstorbenen, hatte die Version eines Herzinfarktes als Todesursache angezweifelt. "Eric hat vor der Rallye einen Leistungstest gemacht und war vollkommen gesund", sagte die zweifache Mutter.
Bei der Rallye 2007 hatte auch der Südafrikaner Elmer Symons (KTM) bei einem Unfall auf der vierten Etappe sein Leben verloren. Damit kamen in der Geschichte der Dakar-Rallye schon insgesamt 55 Menschen ums Leben.
fpf/sid