Dopingverdacht: WM-Startverbot für Radprofi Valverde bestätigt - DER SPIEGEL
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Dopingverdacht WM-Startverbot für Radprofi Valverde bestätigt

Der Radsport-Weltverband bleibt im Fall Alejandro Valverde hart: Die UCI stellte klar, dass der unter Dopingverdacht stehende Spanier keine Starterlaubnis für die Straßenrad-WM erhalten wird. Ende Oktober soll es einen Krisengipfel zum Thema Doping geben.
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Madrid - Die UCI beruft sich dabei auf einen Artikel in ihrem Regelwerk. Demnach darf ein Fahrer, gegen den ermittelt wird, nicht bei der WM vom 26. bis 30. September starten. Der spanische Radsport-Verband weigert sich zwar, gegen den Tour-Sechsten Valverde ein Ermittlungsverfahren einzuleiten. Die UCI sieht dennoch Verdachtsmomente und lässt daher Valverde nicht an den Start gehen.

Der Weltverband hatte nach Sichtung der 6000 Seiten umfassenden Akten aus der "Operación Puerto" um den spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes eine mögliche Verbindung Valverdes zu Fuentes festgestellt. In den Puerto-Akten waren unter anderem die Kürzel "Valv." und "Piti" aufgetaucht, die auf eine mögliche Verbindung zu Valverde hindeuten. "Piti" ist der Name von Valverdes Hund. Daher hatte die UCI Ende August verkündet, Valverde in Stuttgart nicht starten zu lassen und den spanischen Verband aufgefordert, ein Verfahren gegen den Radprofi einzuleiten.

Man habe zwei Tage lang die Puerto-Akten mit den Anwälten von Valverde und dessen Caisse-d'Epargne-Team studiert und sei zu der Erkenntnis gekommen, dass keine neuen Beweise gegen den WM-Zweiten von 2003 und 2005 vorlägen, heißt es dagegen in einer Stellungnahme des spanischen Verbandes. Dieser will an der Nominierung Valverdes für die WM festhalten. Valverdes Manager Sánchez Sabater kündigte zudem an, gegen die UCI juristisch vorzugehen, sollte sie den WM-Start weiter verhindern. Valverde streitet jegliche Verwicklung in die Doping-Affäre ab.

Aufgrund der jüngsten Doping-Skandale im Radsport soll es am 22. und 23. Oktober zu einem Krisengipfel in Paris kommen. Laut einer Mitteilung des französischen Sportministeriums werden dabei Vertreter der UCI, der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada), der drei großen Rundfahrten (Tour, Giro und Vuelta) sowie einiger Radsport-Verbände über die Zukunft des Radsports debattieren. Bereits zum Ende der Tour hatte die Wada entsprechende Pläne für einen Krisengipfel präsentiert, war dabei aber auf harten Widerstand der UCI gestoßen.

Man werde sich nicht an einem "Schauprozess" beteiligen, hieß es damals in einer UCI-Stellungnahme. Offenbar ist man nun aber zu einer Zusammenarbeit bereit . Bei der Tour waren der Vuelta-Sieger Alexander Winokurow (Kasachstan), Cristian Moreni (Italien) und Iban Mayo (Spanien) positiv getestet worden. Außerdem wurde der unter Dopingverdacht stehende Michael Rasmussen als Gesamterster aus dem Rennen genommen.

wit/sid

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