French Open: Regen verzögert Favoritensiege - DER SPIEGEL
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French Open Regen verzögert Favoritensiege

Bei den French Open haben sich die Favoriten keine Blöße gegeben. Andy Murray und Andy Roddick zogen ebenso in die dritte Runde ein wie Jelena Jankovic und Elena Dementieva. Wegen starker Regenfälle wurden viele Partien unterbrochen oder verlegt - auch die der deutschen Teilnehmer.
US-Tennisstar Andy Roddick: Einzug in die dritte Runde
US-Tennisstar Andy Roddick: Einzug in die dritte Runde

US-Tennisstar Andy Roddick: Einzug in die dritte Runde

Foto: Christophe Ena/ AP
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Hamburg - Der an Nummer vier gesetzte Murray setzte sich in vier Sätzen 6:2, 6:7 (5:7), 6:3, 6:2 gegen den Argentinier Juan Ignacio Chela durch. Dabei hatte er mehr Mühe als erwartet. Das Spiel war am Mittwoch beim Stand von 6:2 und 3:3 unterbrochen worden. Nach der Wiederaufnahme fand Murray zunächst nicht zu seinem Spiel und musste nach 80 Minuten den zweiten Satz im Tiebreak abgeben.

Auch im dritten Satz lag er mit einem Break zurück, ehe er zu seiner gewohnten Stärke zurückfand. Im weiteren Spielverlauf ließ Chelas Gegenwehr nach und Murray siegte schließlich nach dreieinhalb Stunden. In der nächsten Runde trifft er auf Marcos Baghdatis aus Zypern, der sich 4:6, 6:1, 7:5, 6:2 gegen den Spanier Marcel Granollers durchsetzte.

Auch Mitfavorit Roddick erledigt seine Pflichtaufgabe. Gegen den Slowenen Blas Kavcic hatte der US-Amerikaner beim 6:3, 5:7, 6:4, 6:2 nur selten Mühe. Allerdings begann die Partie wegen des Regens mehr als vier Stunden später als geplant und musste mehrfach unterbrochen werden. Beim Stand von 5:5 im zweiten Satz brachte die erste Regenpause Roddick aus dem Rhythmus. Kavcic holte sich mit acht Punkten in Folge den Satz. Roddick konterte zu Beginn des dritten Satzes mit einem Break und gewann schließlich souverän.

Bei den Frauen schaffte die wie Murray an Nummer vier gesetzte Serbin Jelena Jankovic gegen Kaia Kanepi aus Estland mit einem 6:2, 3:6, 6:4-Erfolg den Einzug in die dritte Runde. Nur zwei Sätze brauchte die an Nummer fünf gesetzte Russin Jelena Dementjewa gegen die Spanierin Anabel Medina Garrigues. Dementjewa entschied das Match klar 6:2, 7:6 (7:3) für sich.

Dagegen war für die 39-jährige Japanerin Kimiko Date Krumm, die bisher für die größte Überraschung des Turniers gesorgt hat, in Runde zwei Endstation. Sie verlor - von einer Wadenverletzung gehandicapt - gegen die australische Wild-Card-Spielerin Jarmila Groth 0:6, 3:6. In ihrer Auftaktpartie hatte Date Krumm die Vorjahresfinalistin und Weltranglisten-Neunte Dinara Safina aus Russland in drei Sätzen niedergerungen. Damit wurde die Weltranglisten-72., die ihre Tenniskarriere zwischenzeitlich für zwölf Jahre beendet hatte, zur ältesten Spielerin, die je eine Top-Ten-Vertreterin besiegt hat.

Auch für die frühere Weltranglistenerste Ana Ivanovic aus Serbien lief es nicht gut. Sie unterlag der Russin Alisa Kleibanowa klar 3:6, 0:6. Nach ihrem Sieg in Roland Garros 2008 war Ivanovic bei keinem Grand-Slam-Turnier mehr über das Achtelfinale hinausgekommen. Derzeit steht sie auf Platz 42 der Weltrangliste.

Görges und Kohlschreiber müssen warten

Der Tag war wegen starker Regenfälle von Spielunterbrechungen und -ausfällen geprägt. Insgesamt waren 36 Spiele von der Absage betroffen. Wegen immer wiederkehrender Schauer konnten die ersten Partien in Roland Garros erst mit knapp fünfstündiger Verspätung starten. Für die kommendend Tage ist besseres Wetter vorausgesagt.

Wegen des Wetters warteten die verbliebenen deutschen Teilnehmer vergeblich auf ihren Einsatz. So wurde Julia Görges' Zweitrundenpartie gegen die Weltranglistenerste Venus Williams auf Freitag verlegt. Auch das Match von Philipp Kohlschreiber gegen den Italiener Andreas Seppi fiel aus und wurde ebenfalls auf Freitag verschoben. Bislang hatte von den deutschen Tennisprofis nur Julian Reister die dritte Runde erreicht. Dort trifft er am Freitag auf den Weltranglistenersten Roger Federer.

ulz/sid/dpa/rtr