Handball THW Kiel verpflichtet Trainer Gislason
Hamburg - Gislason erhält beim deutschen Rekordmeister einen Dreijahresvertrag. Zuvor hatte der VfL Gummersbach, wo Gislason noch einen Kontrakt bis zum 30. Juni 2010 besaß, seinem bisherigen Coach die Freigabe erteilt.
"Wir sind froh, dass wir innerhalb kürzester Zeit eine so gute Lösung gefunden haben", sagte THW-Manager Uwe Schwenker. "Alfred war als Spieler schon sehr erfolgreich, dann hat er als Trainer in Magdeburg 2002 als Erster überhaupt mit einem deutschen Verein die Champions League gewonnen. Er weiß alles über Handball. Mit ihm können wir in der Erfolgsspur bleiben", so Schwenker, der für den 48-jährigen Nachfolger von Zvonimir Serdarusic tief in die Tasche greifen muss. Schätzungen zufolge zahlt der THW für Gislason eine Ablösesumme von 750.000 Euro an Gummersbach. Damit wäre es der teuerste Trainertransfer in der Geschichte der Handball-Bundesliga.
Erst am vergangenen Donnerstag hatte sich der THW nach 15 Jahren von "Noka" Serdarusic getrennt. Ausschlaggebend dafür war das zerrüttete Verhältnis zwischen dem als stur geltenden Erfolgstrainer und Schwenker. Beide hatten seit Monaten nicht mehr miteinander geredet.
Gislasons Nachfolge beim VfL tritt mit Sead Hasanefendic ein alter Bekannter in Gummersbach an. Der Bosnier mit kroatischem Pass war bereits von 2002 bis 2004 für den Traditionsclub tätig und führte ihn damals nach langjähriger Abstinenz wieder zurück in den europäischen Wettbewerb. Anschließend war Hasanefendic tunesischer Nationaltrainer und erreichte mit dem Team sensationell das WM-Halbfinale 2005.
ham/sid/dpa