Mixed Zone Ecclestone will Porsche, Holczer längere Dopingsperren
Formel-1-Boss Ecclestone: "Porsche wäre großartig"
Foto: Rungroj Yongrit/ dpaHamburg - Formel-1-Chef Bernie Ecclestone will Porsche in die Motorsport-Königsklasse holen. "Ich würde alle Hebel in Bewegung setzen. Was immer ich dafür tun kann, werde ich tun", sagte der Brite der "Bild"-Zeitung vor dem Großen Preis von Japan am Sonntag (8 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). "Porsche in der Formel 1 wäre großartig", sagte Ecclestone. Porsche-Chef Matthias Müller hatte zuvor Überlegungen des Autobauers zu einem Formel-1-Einstieg bestätigt. Eine Entscheidung über das künftige Motorsport-Engagement des Volkswagen-Konzerns, zu dem auch die Marke Porsche gehört, soll im November fallen.
Enttäuschung für die deutschen Springreiter bei der WM in Lexington im US-Bundesstaat Kentucky: Alle Starter verpassten in der Qualifikation den Sprung ins Finale. Carsten-Otto Nagel kam als bester Deutscher mit der Holsteiner Stute Corradina (7,24 Punkte) auf den fünften Platz. Am Mittwoch hatte die deutsche Mannschaft noch triumphiert und erstmals seit 1998 wieder Mannschaftsgold gewonnen.
Motorrad-Pilot Sandro Cortese startet beim WM-Lauf von Malaysia am Sonntag in Sepang von Position sechs. Beim Qualifikationstraining der 125-Kubikzentimeter-Klasse sicherte sich Corteses Derbi-Teamkollege Marc Marquez aus Spanien die Pole Position. Marcel Schrötter belegte auf Honda nur Platz 18, Jonas Folger muss nach einem Handbruch auf das Rennen verzichten.
Eine große Enttäuschung erlebte Stefan Bradl in der Moto2. Er musste sich mit Rang 22 begnügen. Von Startplatz eins geht Julian Simon aus Spanien in das Rennen. Der spanische WM-Spitzenreiter Toni Elias, der am Sonntag bereits Weltmeister werden kann, belegte in der Qualifikation Rang vier. In der "Königsklasse" MotoGP war WM-Spitzenreiter Jorge Lorenzo aus Spanien Schnellster. Der Yamaha-Pilot setze sich vor Nicky Hayden aus den USA auf Ducati und dem Italiener Andrea Dovizioso auf Honda durch.
Alex Cejka scheitert am Cut, Anti-Doping-Gericht sperrt italienischen Fahrer
Zwei Bogeys an den beiden letzten Löchern haben Golfprofi Alex Cejka beim Turnier auf Sea Island (US-Bundesstaat Georgia) das Weiterkommen gekostet. Der Münchner verpasste dadurch am Ende der zweiten Runde den Cut von 139 Schlägen und blieb zum elften Mal in dieser Saison ohne Preisgeld. Mit 141 Schlägen landete er auf dem 88. Rang. Die Führung übernahm der ehemalige Major-Gewinner David Toms mit 130 Schägen nach Runden von 64 und 66 Schlägen vor seinem US-Landsmann Joe Durant (131).
Besser lief es für Martin Kaymer: Er spielt um den Sieg bei den Dunhill Links Championship im schottischen St. Andrews. Der Ryder-Cup-Sieger schob sich am Samstag vor der Schlussrunde auf den geteilten zweiten Rang hinter dem weiterhin führenden Engländer John Parry. Mit insgesamt 205 Schlägen liegen Kaymer und der Spanier Alvaro Quiros nur zwei Schläge hinter Parry. Kaymer spielte bei dem mit fünf Millionen Dollar dotierten Turnier eine 68er-Runde. Marcel Siem fiel nach einer 73er-Runde mit insgesamt 213 Schlägen vom elften Platz zurück.
Das Anti-Doping-Gericht des italienischen Olympia-Komitees hat Radprofi Alessandro Colo für ein Jahr gesperrt. Der 24-Jährige aus dem zweitklassigen Team ISD-Neri war Ende April bei der Mexiko-Rundfahrt positiv auf Clenbuterol getestet worden. Diese Substanz war auch in einer Probe von Tour-de-France-Sieger Alberto Contador nachgewiesen worden. Bei Colo wurde jedoch eine viermal höhere Menge von Clenbuterol als bei Contador entdeckt.
Wie der Spanier machte auch der Italiener den Verzehr von verseuchtem Fleisch für den positiven Dopingtest verantwortlich. "In Mexiko werden 18 Prozent des Fleisches mit Clenbuterol behandelt", sagte der Radprofi. Das Antidoping-Gericht hielt Colos Einwände für glaubwürdig. Daher wurde die übliche Zweijahressperre auf ein Jahr reduziert, weil grobes Verschulden ausgeschlossen wurde.
Derweil fordert ehemalige Teamchef des Gerolsteiner-Rennstalls, Hans-Michael Holczer, eine Verdopplung der maximalen Dopingsperre im Radsport. "Ich würde sie für vier Jahre sperren", sagte er dem "Kölner Stadtanzeiger". Zwei Jahre Sperre vergingen schnell, so Holczer, aber "vier Jahre sind in einem Sportlerleben prägend, da bist du dann mit 30 Jahren definitiv draußen." Den Fall Contador sieht Holczer als Prüfstein für die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) an. "Wenn die Wada sich auf einen Kuhhandel einlässt und Contador nicht angemessen sperrt, dann können sie die Wada gleich einstampfen."
Die deutschen Volleyballer haben bei der WM in Italien den achten Rang belegt. Das Team von Bundestrainer Raul Lozano verlor auch das letzte Platzierungsspiel in Modena 0:3 (24:26, 24:26, 21:25) gegen Bulgarien und beendete die Titelkämpfe mit der sechsten Niederlage im neunten WM-Spiel. Deutschland hatte mit dem 0:3 gegen Titelverteidiger Brasilien die erhoffte Medaille verpasst und auch das erste Platzierungsspiel gegen die USA 0:3 verloren. Trotzdem bedeutet Platz acht die beste WM-Platzierung seit dem vierten Platz der DDR vor 36 Jahren.
Im Finale der Vollyball-WM steht dagegen Kuba. Das Team setzte sich im Halbfinale in Rom überraschend 3:2 (22:25, 25:17, 31:29, 22:25, 16: 14) gegen Serbien durch. Im Endspiel trifft Kuba auf Brasilien. Die Brasilianer zerstörten die Hoffnungen von Gastgeber Italien mit einem 3:1-Erfolg (25:15, 25: 22, 23:25, 25:17). Italien trifft nun Sonntag im Spiel um Platz drei auf Serbien.
Die Kiel Baltic Hurricanes haben zum ersten Mal die deutsche Football-Meisterschaft gewonnen. Nach zwei verlorenen Endspielen in Folge setzten sich die Norddeutschen im 32. German Bowl 17:10 gegen Titelverteidiger Berlin Adler durch.
Tennis-Olympiasiegerin Jelena Dementjewa aus Russland und die ehemalige Weltranglisten-Erste Jelena Jankovic aus Serbien komplettieren das Feld bei den WTA Tour Championships. Wie die Spielerorganisation WTA mitteilte, haben beide ihre Plätze im Achter-Feld des einstigen Masters-Turniers sicher. Der traditionelle Saisonabschluss findet vom 25. bis 31. Oktober in Katars Hauptstadt Doha statt.
Qualifiziert sind auch die Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki aus Dänemark und Titelverteidigerin Serena Williams aus den USA, die in der kommenden Woche nach dreimonatiger Verletzungspause beim Turnier in Linz zurückkehrt. Ihre Schwester Venus fehlt dagegen in Katar wegen einer Blessur am linken Knie. Weitere Teilnehmer sind US-Open-Siegerin Kim Clijsters aus Belgien, Vera Swonarewa aus Russland, French-Open-Champion Francesca Schiavone aus Italien und die Australierin Samantha Stosur.