Mixed Zone Kaymer scheitert, Walujew will kämpfen
Hamburg - Elf bulgarische Gewichtheber sind positiv auf anabole Steroide getestet worden. Die Kontrolle wurde am 8. Juni im Trainingscamp der Olympia-Mannschaft durchgeführt. Die Öffnung der B-Probe steht noch aus. Das Olympische Komitee Bulgariens verkündete, dass es sich am Montag zusammensetzen wird, um über den Fall zu entscheiden. Der nationale Gewichtheberverband kündigte aber bereits den Rückzug seiner Mannschaft von den Sommerspielen in Peking an. "Wenn der B-Test auch positiv ist, dann müssen wir uns von den Olympischen Spielen verabschieden", sagte Verbandschef Anton Kodzhabashev.
Wenige Tage nach seinem Triumph in München ist Golfprofi Martin Kaymer bei den mit vier Millionen Euro dotierten French Open in Versailles am Cut gescheitert. Der 23-Jährige landete mit 146 Schlägen nach zwei Runden auf dem Par-71-Kurs nur auf dem geteilten 79. Rang. Noch schlimmer erwischte es Sven Strüver: Der 40-Jährige trat nach einer schwachen 80er-Runde zum Auftakt am zweiten Tag gar nicht erst an. In Führung liegen mit jeweils 135 Schlägen der Spanier Pablo Larrazabal und der Engländer David Lynn.
Nikolai Walujew will nach der Absage des Schwergewichtskampfes gegen Weltmeister Ruslan Tschagajew den Titel gegen einen anderen Gegner holen. Der Russe stellte einen Antrag beim Weltverband WBA, um den vakanten oder um den Interims-Titel kämpfen zu dürfen. "Wir glauben, dass Nikolai innerhalb der nächsten zwei, drei Monate seinen Kampf bekommt", sagte der Geschäftsführer von Walujews Promoter Wilfried Sauerland, Christian Meyer. Er verwies darauf, dass Tschagajew frühestens in einem halben Jahr wieder boxen könnte und dann fast zwei Jahre keine Pflichtverteidigung mehr bestritten hätte. Im Falle eines Interimskampfes könnte Tschagajew seinen Titel behalten, sollte die WBA den Titel als vakant ausschreiben, würde dem Weltmeister sein Status aberkannt werden.
Der wegen Dopings gesperrte Sprint-Olympiasieger Justin Gatlin ist definitiv nicht bei den Olympischen Spielen in Peking dabei. Ein Berufungsgericht in Atlanta verweigerte dem 26-Jährigen eine einstweilige Verfügung, mit der er einen Start bei den US-Olympia-Ausscheidungen erwirken wollte. Laut Gericht erfülle Gatlin nicht die nötigen Voraussetzungen für die Verfügung. "Es ist aus und vorbei, das US-NOK (Nationale Olympische Komitee, d. Red.) hat die Schlacht gewonnen", sagte sein Anwalt Joseph Zarzaur. Den letzten Ausweg, einen Gang vor den Obersten Gerichtshof, werde sein Mandant nicht gehen. Gatlin hatte versucht, eine Teilnahme an den Ausscheidungen zu erstreiten, nachdem die Richter eine frühere einstweilige Verfügung zurückgezogen hatten.
Der chinesische Schwimmerverband hat Ouyang Kunpeng wegen des Dopings mit dem anabolen Steroid Clenbuterol lebenslang gesperrt. Der 25-Jährige wurde am 1. Mai bei einer Trainingskontrolle positiv getestet. Auch sein Trainer Feng Shangbao wurde mit einer lebenslangen Sperre belegt. Der Verband erklärte, dass es viele Fortschritte im Kampf gegen Doping gegeben habe. Der Fall sei eine harte Lektion, man müsse weiter wachsam sein. Bei den Asien-Spielen 2006 in Doha gewann Kunpeng dreimal Silber, 2003 bei der Universiade in Daegu (Südkorea) gewann er in drei Disziplinen.
Handball-Rekordmeister THW Kiel hat nach Informationen des "Kölner Express" dem Bundesliga-Konkurrenten VfL Gummersbach 750.000 Euro geboten, um den isländischen Trainer Alfred Gislason aus seinem noch bis 2010 laufenden Vertrag herauszukaufen. Gummersbachs Geschäftsführer Stefan Hecker bestätigte das Interesse des THW, wollte jedoch keinen Kommentar zu einem möglichen Wechsel abgeben: "Alfred hat bis 2010 bei uns einen Vertrag, den ich mit ihm abgeschlossen habe." Kiel hatte sich nach über 15 Jahren von seinem Trainer Noka Serdarusic getrennt.
Valencia ist nicht länger garantierter Austragungsort des 33. America's Cup. Die spanische Hafenstadt und das America's-Cup-Management einigten sich nach monatelangen Verhandlungen auf eine Vertragsauflösung. Da Titelverteidiger Alinghi und der US-Segelrennstall BMW Oracle Racing seit knapp einem Jahr vor Gericht um die Austragungsmodalitäten im ältesten Segelwettbewerb der Welt streiten, sind die ursprünglichen Zeitpläne für die 33. und 34. Auflage längst hinfällig.
kna/hut/sid/dpa/AP