Mixed Zone: Schwalb wird HSV-Geschäftsführer, Hispania rotiert - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Mixed Zone Schwalb wird HSV-Geschäftsführer, Hispania rotiert

Martin Schwalb wird Mitte 2011 Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft des HSV-Handball. Nach Bruno Senna muss nun auch Karun Chandhok ein Formel-1-Rennen beim Hispania-Rennstall aussetzen. Das Lacrosse-Team der Irokesen kann nach einem bürokratischen Streit nicht an der WM teilnehmen.
HSV-Handball-Coach Schwalb: Von der Halle ins Büro
HSV-Handball-Coach Schwalb: Von der Halle ins Büro

HSV-Handball-Coach Schwalb: Von der Halle ins Büro

Foto: Joern Pollex/ Bongarts/Getty Images
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Bundesligist HSV Handball plant umfangreiche Strukturänderungen. Martin Schwalb, dessen Trainervertrag mit der Saison 2010/2011 endet, wird Geschäftsführer der HSV-Handball Betriebsgesellschaft. Der neue Trainer soll im Februar kommenden Jahres präsentiert werden. Als einer der Kandidaten für die Schwalb-Nachfolge gilt Talant Duschebajew. Der 42-jährige frühere Weltklassespieler ist seit 2006 Coach des dreimaligen spanischen Champions-League-Siegers Ciudad Real. Nachfolger von Präsident Andreas Rudolph, der sein Amt auf eigenen Wunsch zum 30. Juni 2011 aufgibt, soll der bisherige Vizepräsident Dierk Schmäschke werden.

Die deutschen Golfprofis Martin Kaymer, Alexander Cejka und Marcel Siem haben sich in der Weltrangliste allesamt verbessert. Kaymer rückte nach seinem geteilten siebten Platz bei der 139. British Open in St. Andrews vom 13. auf den zwölften Rang vor. Der 39-jährige Cejka verbesserte sich nach seinem geteilten fünften Platz beim US-Turnier in Reno/Nevada vom 149. auf den 136. Platz. Siem kletterte von 251 auf Position 241. Spitzenreiter der Weltrangliste bleibt der US-Amerikaner Tiger Woods vor seinem US-Landsmann Phil Mickelson und Lee Westwood aus England.

Nach Bruno Senna in Silverstone legt beim spanischen Formel-1-Team Hispania nun der Inder Karun Chandhok eine Zwangspause ein. Der 26-Jährige muss beim Großen Preis von Deutschland am Sonntag in Hockenheim (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) sein Cockpit für den Japaner Sakon Yamamoto räumen, der beim britischen Grand Prix bereits Senna ersetzt hatte. "Ich gehe davon aus, dass ich später im Jahr wieder Rennen fahre. Natürlich ist es nicht schön, Rennen zu verpassen, aber ich bin ja nicht im Kampf um WM-Punkte", sagte der Inder, der seit Saisonbeginn in der Königsklasse fährt.

Chandhok teilte mit, dass der Rennstall in den kommenden Wochen verschiedene Fahrer ausprobieren wolle. "In der zweiten Saisonhälfte wird von Rennen zu Rennen entschieden, welche Piloten im Cockpit sitzen", sagte Chandhok. Der Japaner Yamamoto hat offenbar mehrere Millionen an Sponsorengeldern für den finanziell angeschlagenen Formel-1-Neuling zur Verfügung stellen können.

Das Lacrosse-Team der Irokesen darf nicht an der Weltmeisterschaft in Manchester (15. bis 24. Juli) teilnehmen. Das gab das Organisationskomitee der WM bekannt. Der Präsident des englischen Lacrosse-Verbandes ELA, David Shuttleworth, bedauerte das Fehlen: "Jeder ist enttäuscht darüber, dass die Irokesen nicht hier sind. Es ist ihr Sport, und sie sind ein ruhmreiches Team - die WM ist nicht mehr dieselbe wie mit ihnen." Die Mannschaft, bestehend aus amerikanischen Ureinwohnern vom Stamm der Irokesen, saß nach einer Auseinandersetzung über die Gültigkeit ihrer traditionellen Pässe seit vorvergangenen Sonntag am New Yorker Flughafen fest.

Nach Auskunft des britischen Konsulats in New York ist eine Einreise nach Großbritannien nur möglich, wenn die Rückkehr in die USA gesichert ist. Das Außenministerium der USA wollte die mit Abbildungen von Tieren verzierten Six-Nations-Pässe zunächst nicht anerkennen und forderte einen offiziellen US-Pass für die Einreise. Die Irokesen sahen dadurch ihre Rechte verletzt. Nach einem Eingreifen von US-Außenministerin Hillary Clinton sah alles nach einem glücklichen Ende des bürokratischen Streits aus. Doch dann verweigerte Großbritannien dem Lacrosse-Team doch noch die Einreise. Die Stammespässe wurden nicht als offizielles Dokument akzeptiert.

fsc/sid

Mehr lesen über

Verwandte Artikel