Mixed Zone: Toro Rosso wird verkauft, Lemke Uno-Berater - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Mixed Zone Toro Rosso wird verkauft, Lemke Uno-Berater

Zukunft unsicher: Toro Rosso, Formel-1-Rennstall des deutschen Piloten Sebastian Vettel, soll verkauft werden. Der ehemalige Werder-Manager Willi Lemke wird Uno-Sonderberater für Sport. Im Streit der Radsportfunktionäre ist keine Einigung in Sicht.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - Miteigentümer Dietrich Mateschitz will den Formel-1-Rennstall Toro Rosso verkaufen. "Es ist kein Geheimnis, dass wir das Toro-Rosso-Team auf dem Markt anbieten", sagte Mateschitz dem Internetportal "Motorsport aktuell". Bei Toro Rosso steht auch der deutsche Jungstar Sebastian Vettel unter Vertrag. Milliardär Mateschitz besitzt zudem das Team Red Bull Racing und will sich aufgrund einer künftigen Regeländerung von Toro Rosso trennen.

Demnach sind ab der Saison 2010 sogenannte Kundenautos verboten. "Es darf dann keine Synergien beim Design und bei der Konstruktion für unsere Teams Red Bull Racing und Scuderia Toro Rosso mehr geben", sagte Mateschitz. "Wir werden Toro Rosso nicht während der Saison 2008 verkaufen, aber vor 2010", so der 63-Jährige weiter. Mateschitz hatte den hochverschuldeten Minardi-Rennstall zur Saison 2006 übernommen und Toro Rosso als Nachfolgeteam gegründet.

Der Franzose Jean Todt ist aus privaten Gründen von seinem Posten als Ferrari-Geschäftsführer zurückgetreten. Der ehemalige Teamchef des Formel-1-Rennstalls bleibt dem Unternehmen aber in anderen Funktionen erhalten. Der 62-Jährige wird weiter Mitglied des Vorstands bleiben. Zudem wird er den Rennstall im Weltrat der Fia vertreten und andere Aufgaben im Sportbereich übernehmen. Unter Todts Leitung holte die Scuderia sechs WM-Titel (Michael Schumacher 2000, 2001, 2002, 2003, 2004; Kimi Räikkönen 2007) und gewann siebenmal die Konstrukteurswertung. Ende 2007 hatte er seinen Posten an Stefano Domenicali übergeben.

Der Bremer SPD-Politiker und ehemalige Werder-Manager Willi Lemke wird Uno-Sonderberater für Sport. Das teilten die Bremer Senatspressestelle und das Bundesaußenministerium in Berlin heute mit. Lemke soll den Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, bei den internationalen Sportorganisationen vertreten. In den vergangenen Monaten hatte es Diskussionen über eine mögliche Berufung Lemkes gegeben, da seine Bewerbung mit hohen Kosten verbunden war.

Der Radsport-Weltverband UCI hat die Teilnehmer der Fernfahrt "Paris-Nizza" für kommenden Dienstag zu einem Gespräch gebeten und will danach über Konsequenzen entscheiden. Der Verband hatte allen teilnehmenden Teams mit Ausschluss gedroht, weil Veranstalter Aso den Wettkampf nicht nach internationalen Regeln durchgeführt hatte, sondern unter dem Dach des französischen Verbandes FFC.

Nun hat die UCI zudem ein Disziplinarverfahren gegen den französischen Verband und dessen Präsidenten eingeleitet. Die nächste Zerreißprobe dürfte den Teams und Fahrern beim Klassiker Paris-Roubaix (13. April) bevorstehen, der ebenfalls nicht im UCI-Kalender registriert worden ist. Im Dauerstreit der Radsportfunktionäre hatte die Vereinigung der Profiteams (AIGCP) allerdings erst gestern bekanntgegeben, dass sie den Weltverband umgehen und sich direkt mit der Aso über Startmodalitäten bei folgenden Rennen einigen wolle.

Basketball-Bundesligist Artland Dragons Quakenbrück ist im Achtelfinale des Uleb-Cups gescheitert. Die Niedersachsen verloren ihr Rückspiel beim russischen Club Unics Kasan 59:74 (32:40). Vor 3000 Zuschauern in der Kasan-Basket-Hall verpassten die Dragons nach dem 80:78-Erfolg im Hinspiel damit den Sprung in das Top-8-Turnier Mitte April.

Heike Fischer und Ditte Kotzian sind bei der Schwimm-EM in Eindhoven zu Silber gesprungen. Das deutsche Synchron-Duo musste sich vom Drei-Meter-Brett mit 305,64 Punkten nur den Russinnen Julia Pachalina/Anastassia Posdnjakowa (327,57) geschlagen geben und landete damit wie bei der EM 2006 in Budapest sowie bei der WM im Vorjahr in Melbourne auf Platz zwei. Bronze ging an Olena Fedorowa und Alewtina Koroljowa aus der Ukraine (301,86).

In der Freistilstaffel über 4x100 Meter haben die Schwimmerinnen der Niederlande die Bestmarke Deutschlands unterboten und einen neuen Weltrekord aufgestellt. Das "Team Oranje" blieb in 3:33,62 Minuten 1,6 Sekunden unter der zwei Jahre alten Marke des deutschen Quartetts um Britta Steffen.Die Holländerinnen verwiesen die Konkurrenz aus Italien (3:41,06) und Schweden (3:41, 28) auf die Plätze. Eine deutsche Staffel war nicht am Start.

hut/dpa/sid

Mehr lesen über

Verwandte Artikel