US Open McIlroy überragt in Bethesda
Rory McIlroy (Hintergrund): "Ich könnte es kaum besser machen"
Foto: NICHOLAS KAMM/ AFPHamburg - Rory McIlroy aus Nordirland hat seine Jagd auf den ersten Major-Titel seiner Karriere bei der 111. US Open fortgesetzt. Der 22-Jährige aus Holywood setzte sich am zweiten Turniertag mit nur 131 Schlägen (65+66) auf dem Par 71-Kurs von Bethesda (US-Staat Maryland) zwischenzeitlich um acht Schläge von seinen Verfolgern ab.
131 Schläge zur Halbzeit waren beim Major in Maryland zuvor keinem anderen Golfer gelungen. Schon nach dem achten Loch der zweiten Runde und dem 26. insgesamt lag McIlroy zweistellig unter Par, auch das war ein Rekord. " Es lief sehr, sehr gut. Ich könnte es kaum besser machen", sagte McIlroy.
Nach 35 Löchern hatte McIlroy noch bei 13 unter Par mit fünf Birdies und einem Eagle auf dem achten Grün auf Rekordkurs gelegen. Am letzten Loch aber erwischte es den Weltranglisten-Achten mit einem Doppelbogey. Er fiel auf elf unter Par zurück. Am ersten Tag war er bei seiner 65er Runde fehlerfrei geblieben. Die Zuschauer tobten, als McIlroy den Ball am achten Grün mit dem zweiten Schlag aus rund 100 Metern direkt im Loch unterbrachte.
Siem tut es McIlroy gleich
"Eigentlich geht es nur noch um Platz zwei", sagte Martin Kaymer leicht resignierend. Der 26-Jährige war im Flight mit den britischen Weltranglisten-Führenden Luke Donald und dessen Verfolger Lee Westwood im Congressional Country Club erst spät auf seine zweite Runde gestartet. Der Deutsche verbesserte sich dank einer 70er Runde vom 62. auf den geteilten 33. Platz und schaffte mit nun insgesamt 144 Schlägen den Cut. "Ich habe heute richtig gekämpft, es war ein echt langer Tag", so Kaymer.
Auch US-Open-Debütant Marcel Siem qualifizierte sich für die beiden Schlussrunden. Der 30-Jährige spielte wie McIlroy eine 66er Runde und liegt nun auf geteilten 44. Rang (145 Schläge insgesamt). Am Donnerstag hatte er noch 79 Schläge benötigt. "Ehrlich gesagt: Ich hatte heute morgen schon ausgecheckt aus dem Hotel. Aber es geht hier ja auch um die Ehre", sagte Siem, der nun einen Platz unter den Top 20 anstrebt. Der dritte deutsche Starter Alexander Cejka verpasste das Finale auf dem geteilten 97. Platz deutlich (149).
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