Wimbledon: Federer scheitert im Viertelfinale - DER SPIEGEL
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Wimbledon Federer scheitert im Viertelfinale

Zum ersten Mal seit sieben Jahren ist Tennisprofi Roger Federer in Wimbledon vor dem Endspiel gescheitert: Die Nummer zwei der Weltrangliste spielte gegen den Tschechen Tomas Berdych ungewohnt unsicher und verlor in vier Sätzen. Besser machte es Rafael Nadal.
Tennisprofi Federer: Aus im Viertelfinale vom Wimbledon
Tennisprofi Federer: Aus im Viertelfinale vom Wimbledon

Tennisprofi Federer: Aus im Viertelfinale vom Wimbledon

Foto: GARY HERSHORN/ REUTERS
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Roger Federer

Hamburg - Siebenmal stand er hintereinander im Finale, sechsmal hat er das wichtigste Tennisturnier der Welt gewonnen, nun ist die Serie von in Wimbledon beendet: Der Schweizer unterlag dem Tschechen Tomas Berdych im Viertelfinale 4:6, 6:3, 1:6, 4:6. Nie zuvor hatte Berdych in Wimbledon die Runde der letzten Vier erreicht. "Ich kann es kaum glauben. Hier gegen einen Champion zu spielen und ihn zu schlagen, das ist höchst erstaunlich", sagte Berdych. "Das letzte Spiel war das Spiel meiner Karriere, als ich zum Sieg aufschlagen konnte."

Federer war bereits bei den French Open im Viertelfinale ausgeschieden und hatte den ersten Platz der Weltrangliste an den Spanier Rafael Nadal verloren. Gegen Berdych zeigte sich Federer ähnlich schlecht in Form wie in den ersten Runden. Schon in seinen Auftaktmatches gegen den Kolumbianer Alejandro Falla und den Serben Ilja Bozoljac hatte Roger Federer erhebliche Mühe.

In Berdych hatte Federer nun allerdings einen Gegner anderer Klasse vor sich, der die Unsicherheiten des 28-Jährigen erbarmungslos ausnutzte. Von Federers einstiger Dominanz war nicht mehr viel zu sehen, ihm unterliefen zahlreiche einfache Fehler. Berdych spielte dagegen frei auf: Der 24-Jährige konnte sich vor allem auf seinen ausgezeichneten Aufschlag verlassen, mit dem er sich auch aus kritischen Situationen oft befreite.

Auch Nadal und Murray im Halbfinale

Der Tscheche machte zu 82 Prozent den Punkt, wenn sein erster Aufschlag kam. Auch als Federer bei einer 3:2-Führung im vierten Satz mit insgesamt vier Breakpunkten die Chance zur Wende hatte, konnte er diese Gelegenheit nicht nutzen. Insgesamt vergab der Schweizer sieben von acht Breakbällen.

Berdych, der im Achtelfinale den Deutschen Daniel Brands ausgeschaltet hatte, trifft im Halbfinale am Freitag auf den Serben Novak Djokovic. Der Weltranglistendritte setzte sich problemlos 6:3, 6:2, 6:2 gegen Lu Yen-Hsun aus Taiwan durch.

Auch Nadal steht im Halbfinale und bekommt es dort mit Andy Murray zu tun. Der Weltranglistenerste und Champion von 2008 aus Spanien, bezwang den Schweden Robin Söderling 3:6, 6:3, 7:6 (7:4), 6:1. Der Schotte Murray, der 74 Jahre nach Fred Perry den Pokal zurück nach Großbritannien holen soll, setzte sich gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga 6:7 (5:7), 7:6 (7:5), 6:2, 6:2 durch.

hut/sid/dpa-AFX