Wimbledon-Triumph gegen Tsonga: Djokovic nach Halbfinalsieg Nummer eins - DER SPIEGEL
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Wimbledon-Halbfinale: Tsonga verzweifelt am "Djoker"

Foto: Alastair Grant/ AP

Wimbledon-Triumph gegen Tsonga Djokovic nach Halbfinalsieg Nummer eins

Spektakuläre Flugeinlagen, Standing Ovations: Das Wimbledon-Halbfinale zwischen Jo-Wilfried Tsonga und Novak Djokovic war eine der besten Partien des Turniers. Am Ende gewann der Serbe Djokovic aber in vier Sätzen - und übernimmt die Führung in der Weltrangliste.
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Hamburg - Novak Djokovic steht zum ersten Mal im Endspiel der All England Championships in Wimbledon. Der 24 Jahre alte Serbe besiegte den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga 7:6 (7:4), 6:2, 6:7 (9:11), 6:3 und übernimmt damit am Montag zum ersten Mal auch Platz eins in der Weltrangliste. Djokovic löst den Spanier Rafael Nadal ab, seinen möglichen Gegner im Endspiel am Sonntag. Der Titelverteidiger bestreitet das zweite Halbfinale gegen den Briten Andy Murray (Liveticker SPIEGEL ONLINE).

Den Sprung auf Rang eins der Weltrangliste hatte sich Djokovic durch eine bemerkenswerte Siegesserie seit Jahresbeginn erarbeitet. Schon bei den French Open hätte er Nadal ablösen können, allerdings unterlag er dort nach 43 Siegen hintereinander im Halbfinale Roger Federer aus der Schweiz, der dann wiederum das Finale gegen Nadal verlor.

Den mittlerweile 51. Sieg in diesem Jahr machte der laufstarke Djokovic nach 3:07 Stunden perfekt, als er gegen Tsonga, Nummer 19 der Weltrangliste, seinen dritten Matchball verwandelte. Die ersten beiden hatte er im dritten Satz im Tiebreak vergeben.

Hochkarätiger erster Satz

Vor allem im ersten Satz zeigten Djokovic und Tsonga Tennis auf höchstem Niveau mit zahlreichen spektakulären Ballwechseln. Tsonga, der gegen Djokovic 2008 das Endspiel der Australian Open verloren hatte, schlug hervorragend auf und lag lange ein Break vorne. Nachdem Djokovic im zehnten Spiel mit seinem sechsten Breakball zum 5:5 ausgeglichen hatte, dominierte er das Match.

Tsonga, der bis zu 222 Kilometer pro Stunde aufschlug, unterliefen zunehmend unerzwungene Fehler (insgesamt 29), sein Gegenüber erhöhte zugleich die Zahl seiner direkt erzielten Punkte (insgesamt 34). Gegen Ende des dritten Satzes wurde Tsonga stärker. Breaks von Djokovic, der jeweils zum Matchgewinn aufschlagen konnte, erwiderte er mit Re-Breaks und nutzte seinen dritten Satzball im Tiebreak. Im Viertelfinale hatte Tsonga gegen Roger Federer ebenfalls 0:2 nach Sätzen zurückgelegen, dann die Partie aber noch gedreht.

Djokovic jedoch blieb ruhig, er lief auch schwierigste Bälle und ließ Tsonga nach einem Break zum 2:0 nicht mehr ins Spiel zurückkommen.

Der Serbe greift nun nach seinem dritten Titel bei einem Grand Slam. Djokovic hatte seine Halbfinal-Begegnungen in Wimbledon 2007 sowie im vergangenen Jahr jeweils gegen Nadal verloren, das erste freilich durch eine verletzungsbedingte Aufgabe im dritten Satz.

jar/sid