Clubrekord Dallas kann auch ohne Nowitzki siegen
Hamburg - Nach dem 97:93-Erfolg bei den Sacramento Kings hat Dallas nunmehr 62 Saisonsiege auf seinem Konto. Das Team aus Texas, das erst zwölf Spiele verlor, ist klar die Nummer eins in der NBA. Phoenix ist Zweiter mit 56 Siegen und 18 Niederlagen. Die Suns gewannen 116:111 bei Liga-Schlusslicht Memphis (19 Siege/57 Niederlagen).
Ohne Nowitzki, dem das Essen im Hotel nicht bekommen war, taten sich die Mavericks in Sacramento lange schwer und konnten sich erst im Schlussviertel etwas absetzen. Den Erfolg hatten die Gäste vor allem ihrem treffsicheren Trio Josh Howard, Jason Terry und Jerry Stackhouse zu verdanken, die zusammen 79 Punkte erzielten. Nowitzki-Backup Howard war mit 29 Punkten erfolgreichster Schütze der Partie.
Für Sacramento erzielte Ron Artest 25 Punkte. Die Kings haben mit 30 Siegen und 43 Niederlagen bei neun noch ausstehenden Partien nur geringe Chancen, den letzten Playoffplatz der Western Conference zu erreichen. Sie werden vermutlich erstmals nach acht Spielzeiten in Folge nicht an der Meisterrunde teilnehmen. Den heiß begehrten achten Platz haben derzeit die Los Angeles Clippers (36/37) inne. Neunter sind die Golden State Warriors (35/39).
Noch nicht durch ist der West-Siebte Denver. Die Nuggetts (37 Siege/36 Niederlagen) verbesserten ihre Ausgangslage durch einen 111:105-Erfolg bei den Los Angeles Lakers. Für die Lakers (39/35) erzielte Kobe Bryant 39 Punkte. Der Shooting Guard hatte trotz der Niederlage Grund zur Freude: Bryant ist mit 28 Jahren und 223 Tagen der jüngste Spieler, der in der NBA 19.000 Punkte schaffte. Der Lakers-Profi löste Michael Jordan als Rekordhalter ab. Die Bulls-Legende hatte im Alter von 29 Jahren und 62 Tagen die Marke von 19.000 Punkten geknackt.
Playoff-Teilnehmer
| WESTERN CONFERENCE |
| (7 der 8 Teams fix) |
| Dallas (66 Siege/14 Nied.) |
| Phoenix (61/20) |
| San Antonio (58/23) |
| Utah (50/31) |
| Houston (52/29) |
| Denver (44/37) |
| L.A. Lakers (41/40) |
| EASTERN CONFERENCE |
| (8 der 8 Teams fix) |
| Detroit (51/29) |
| Chicago (49/32) |
| Cleveland (48/32) |
| Toronto (47/33) |
| Miami (44/37) |
| Washington (40/40) |
| New Jersey (40/41) |
| Orlando (38/42) |
Wie die Sacramento Kings werden auch die Minnesota Timberwolves (31 Siege/43 Niederlagen) die Post Season höchstwahrscheinlich verpassen. Sie verloren zu Hause 88:101 gegen den Ost-Zweiten Cleveland (45/30). Cavaliers-Star LeBron James, der eine Partie wegen einer Knieblessur verpasst hatte, kam auf 31 Punkte. Bei Minnesota war Kevin Garnett mit 22 Punkten und 12 Rebounds bester Mann.
Besser im Rennen um einen Playoffplatz im Westen liegt New Orleans (34 Siege/40 Niederlagen). Die Hornets, zuletzt 2003/2004 in der Meisterrunde, gewannen bei den erneut schwachen Milwaukee Bucks 119:101. Der Gastgeber verlor das siebte Spiel nacheinander, die Playoffs haben die Bucks (25/48) längst verpasst.
Seine Spitzenposition in der Eastern Conference verteidigte Detroit. Die Pistons (48 Siege/26 Niederlagen) gewannen 100:85 bei den Indiana Pacers. Durch die 42. Saisonpleite steht fest, dass die Pacers erstmals seit zehn Jahren eine Saison mit einer Negativbilanz abschließen werden. 1996/1997 kamen sie auf 39 Siege und 43 Niederlagen und verpassten letztmalig die Playoffs. Das könnte Indiana nun wieder passieren, der Ost-Achte Orlando (34/40) hat zwei Siege Vorsprung auf die Pacers.
ach/AP/dpa