NBA Lakers beenden Celtics-Serie
Hamburg - Wie gemalt: 999 NBA-Partien hatte Phil Jackson in seiner Trainerkarriere bereits siegreich beendet - mit den Chicago Bulls und den Los Angeles Lakers. Nummer 1000 konnte er in eigener Halle gegen den Titelverteidiger aus Boston feiern. 92:82 gewann sein Team das erste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften seit der Finalserie der vergangenen Saison (4:2 gewannen die Celtics). "Er ist einer der größten Coaches der NBA-Geschichte", adelte Celtics-Coach Doc Rivers sein Gegenüber. "Ich kann ihnen garantieren, ich werde keine 1000 Spiele gewinnen, weil ich nicht so lange da sein werde. Es ist einfach eine beeindruckende Zahl. Es sagt eine Menge."
Kein Coach hat bisher schneller die Zahl von 1000 Siegen erreichen können. Jackson weist nun eine Bilanz von 1000 Siegen und 423 Niederlagen auf. Pat Riley - zuletzt Coach der Miami Heat - benötigte für 1000 Siege zehn Partien mehr.
Für die Celtics war es die erste Niederlage nach 19 Siegen in Serie - zuletzt hatten sie am 15. November ein Spiel verloren. Boston stellte somit die viertbeste Serie in der NBA-Historie auf. Führend in dieser Statistik sind immer noch die Lakers: In der Saison 1971/1972 gewannen sie 33 Spiele in Folge und blieben über drei Monate ungeschlagen.
Bester Akteur auf Seiten der Lakers war Superstar Kobe Bryant. Am Ende standen für den Guard 27 Punkte, neun Rebounds und fünf Assists zu Buche. "Es hat einfach Spaß gemacht", sagte Bryant, "vor allen Dingen aufgrund der Herausforderung, die Serie zu stoppen. Wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen. Sie waren entschlossen, mich zu stoppen, und Pau (Gasol) hat einen großartigen Job gemacht und die wichtigen Würfe getroffen." Gasol, spanischer Power-Forward der Lakers, kam auf insgesamt 20 Punkte, sieben davon erzielte er in den letzten drei Minuten der Partie, blockte zudem einen Drei-Punkte-Wurf von Guard Ray Allen.
NBA-Ergebnisse
| Lakers - Boston | 92:83 |
| Orlando - N. Orleans | 88:68 |
| Portland - Dallas | 94:102 |
| Clevel. - Washingt. | 93:89 |
| Phoenix - S. Antonio | 90:91 |
"In der ersten Hälfte hat er meiner Meinung nach zu viel nachgedacht", sagte Bryant über Gasol. "Ich musste ihn daran erinnern, dass er einer der besten Spieler der Welt ist und einfach rausgehen und auch so spielen soll." Auf Seiten der Celtics ragten die Forwards Kevin Garnett und Paul Pierce heraus. Garnett kam auf 22 Punkte und neun Rebounds, Pierce erzielte 20 Punkte und holte zehn Rebounds.
Das Verhältnis zwischen den beiden Teams gab der Slowene Sasha Vujacic nach der Partie zu Protokoll: "Ich möchte ihre Namen nicht mehr hören", so der Guard der Lakers über die Celtics. "Ich möchte nur noch gegen sie spielen. Ich spreche im Namen aller Lakers-Fans. Wir können sie weniger leiden als alles andere."
Die Dallas Mavericks siegten bei den Portland Trail Blazers 102:94 und verdrängten mit nun 17:11 Siegen Portland (18:12) vom sechsten Platz der Western Conference. Die ersten acht Mannschaften qualifizieren sich für die Play-offs. Bei den Mavericks, die 15 ihrer letzten 19 Partien gewannen, war Dirk Nowitzki mit 30 Punkten einmal mehr bester Werfer. Dabei erzielte der deutsche Nationalspieler 24 Punkte in der ersten Hälfte, nach der Pause musste Nowitzki nach fünf Fouls früh das Spielfeld verlassen.
Center Shaquille O'Neill durchbrach unterdessen eine weniger erfreuliche Schallmauer. Bei der 90:91-Niederlage seiner Phoenix Suns gegen die San Antonio Spurs verwarf der viermalige NBA-Champion seinen 5000. Freiwurf - eine Marke, die bisher nur Wilt Chamberlain übertroffen hatte. Chamberlain, der von 1959 bis 1973 aktiv war und als einziger Spieler bisher 100 Punkte in einem NBA-Spiel erzielte, vergab in seiner Karriere insgesamt 6057 Freiwürfe.