DOSB: Hörmann vertraut seinem Vorgänger Bach - DER SPIEGEL
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Olympia-Countdown Hörmann vertraut Bach, DSV setzt auf Meteorologen

In drei Tagen wird in Sotschi das olympische Feuer entzündet. Die meisten deutschen Athleten sind allerdings bereits ab Dienstag vor Ort - inklusive eines eigenen Wetterdienstes. DOSB-Boss Hörmann ist derweil überzeugt, dass der neue IOC-Chef Thomas Bach die Spiele gut managen werde.
DOSB-Boss Hörmann: Erste Olympische Spiele im Präsidentenamt
DOSB-Boss Hörmann: Erste Olympische Spiele im Präsidentenamt

DOSB-Boss Hörmann: Erste Olympische Spiele im Präsidentenamt

Foto: Peter Kneffel/ dpa
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+++ Eishockey-Nationalspielerin verletzt +++

[17.55 Uhr] Schock für die deutschen Eishockey-Frauen: Daria Gleißner von den ECDC Memmingen Indians musste bei einem Trainingsspiel gegen die USA (0:10) im Vorfeld der Winterspiele nach einem Sturz in die Bande mit einer Trage vom Eis gebracht werden. Die 20 Jahre alte Verteidigerin wurde im Anschluss für weitere Untersuchungen in Sotschi ins Krankenhaus gebracht, wo eine Gehirnerschütterung und eine Halswirbelsäulen-Verletzung diagnostiziert wurde.

Gleißner war nach einem fairen Zweikampf unglücklich mit dem Kopf vornweg in die Bande gefallen. Sie wurde vom deutschen und amerikanischen Mannschaftsarzt auf dem Eis behandelt und war ansprechbar. Das deutsche Team startet am Sonntag gegen Gastgeber Russland ins olympische Eishockeyturnier.

+++ Erkältung: Norwegerin muss Olympia-Dorf verlassen +++

[12.15 Uhr] Achtung, Ansteckungsgefahr: Weil sie stark erkältet ist, musste die norwegische Gold-Hoffnung Silje Norendal das Olympische Dorf in Krasnaja Poljana verlassen. Die 20 Jahre alte Snowboarderin, die nach ihrem jüngsten Triumph bei den X-Games als Mitfavoritin in den Slopestyle-Wettbewerb geht, wohnt jetzt in einem Hotel in Sotschi. Norendal muss norwegischen Medien zufolge nun Antibiotika nehmen. An der Qualifikation am Donnerstag soll sie aber teilnehmen können. Der Slopestyle-Wettbewerb am Samstag (9.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) ist einer der zwölf neuen Disziplinen bei den Spielen in Russland (7. bis 23. Februar). Norendal gilt als größte Konkurrentin von Jamie Anderson. Die 23 Jahre alte Amerikanerin gewann viermal Gold bei den X-Games und wurde vor eineinhalb Wochen Zweite hinter Norendal.

+++ Hörmann gibt Bach Rückendeckung +++

[9.15 Uhr] Nur noch drei Tage sind es bis zur Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele im russischen Sotschi, und das olympische Vorprogramm läuft so langsam an. IOC-Präsident Thomas Bach wird am Dienstag die 126. Vollversammlung der Ringe-Organisation in Sotschi eröffnen. Drei Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele an der russischen Schwarzmeerküste wird er die IOC-Mitglieder und Ehrengäste im Winter-Theater in Sotschi begrüßen. Von Mittwoch bis Freitag will er in der Vollversammlung die Neuausrichtung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) vorantreiben.

Die deutsche Olympiamannschaft wird am Vormittag offiziell am Flughafen Frankfurt/Main verabschiedet. Rund 50 Athleten sowie Trainer und Betreuer werden zusammen mit Chef de Mission Michael Vesper nach Russland fliegen. Mit an Bord werden die Skirennfahrerinnen mit Doppel-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch, die Biathleten und Langläufer sowie einige Eiskunstläufer und Shorttracker sein.

Bach hat derweil Rückendeckung von seinem Nachfolger im DOSB, Alfons Hörmann, erhalten. Nach dessen Auffassung wird der IOC-Chef die Olympischen Winterspiele in Sotschi trotz kontroverser Themen und weltweiter Kritik gut über die Bühne bringen. "Es ist eine schwere Aufgabe, zweifellos, aber da antworte ich klar und einfach: Wer, wenn nicht er?", sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds. Für Bach, der vor fünf Monaten zum Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gewählt wurde, ist es die erste große Herausforderung seiner Amtszeit.

Eigener Wetterbericht fürs deutsche Team

Der Deutsche Skiverband baut bei den Winterspielen in Sotschi auf die Expertise des Fraunhofer-Instituts in Karlsruhe. In Zusammenarbeit mit einem meteorologischen Institut liefern die Badener einen speziellen Wetterbericht nach Russland. "Auch mit einer 72-Stunden-Vorhersage und Prognosen bis zu einer Stunde vor dem Rennen", verriet Enrico Heisig, der Cheftechniker der deutschen Biathleten, Skispringer, Kombinierer und Langläufer.

Für die Präparierung der Ski sei es "wichtig, dass wir schon 72 Stunden vorher ungefähr wissen, was für ein Wetter uns erwartet". In den Bergen über Sotschi wird während der Spiele mit Wetterkapriolen gerechnet. "Da ist so ein Wetterbericht hilfreich für den Fall, dass das Wetter schnell wechselt", sagte Heisig.

aha/dpa/sid