Die wundersame Karriere des "IM Martin" Ehemaliger Stasi-Spitzel als Uno-Kontrolleur im Irak
Ein Physiker aus Sachsen-Anhalt, der seit 1977 von der Stasi als Inoffizieller Mitarbeiter "Martin" geführt wurde, gehörte zum Uno-Inspektoren-Team, das nach dem letzten Golfkrieg im Irak Atomanlagen kontrollierte. Der Experte, der im Februar 1989 von der DDR nach Wien geschickt wurde, bereitet sich auch jetzt auf einen neuen Einsatz im Irak vor. Er räumte seine frühere Geheimdiensttätigkeit ein.
Eine Sprecherin der IAEO bestätigte, dass die Behörde ihr Personal nicht auf Geheimdienstmitarbeit überprüft habe. "Das ist nicht Bestandteil unserer Personalpolitik", erklärte sie. Auch Mitarbeiter aus anderen Staaten des ehemaligen Ostblocks würden nicht kontrolliert - die Bediensteten legen einen Diensteid ab, der sie zur Verschwiegenheit verpflichtet und dazu, keine Befehle von Staaten oder anderen Organisationen entgegenzunehmen.
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