Kein Geld für den Osten: Bayerischer Bürgermeister boykottiert den Solidaritätszuschlag - DER SPIEGEL
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Kein Geld für den Osten Bayerischer Bürgermeister boykottiert den Solidaritätszuschlag

Ganz Deutschland stöhnt derzeit unter der Steuer- und Abgabenlast. Eine kleine unbeugsame Gemeinde will sich das nicht länger gefallen lassen. Ihr Bürgermeister Stephan Gawlik hat deshalb beschlossen, in Zukunft keine Aufbau-Ost-Hilfe mehr zu zahlen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Den Zahlungsbescheid in Höhe von 151.988 Euro schickte der Bürgermeister von Fürstenberg mit dem Satz "Wiederspruch einlegen!" an seine Anwälte und stieß damit auf breite Unterstützung. Den meisten westdeutschen Gemeinden geht es ähnlich wie Fürstenstein. Das Geld fehlt an allen Ecken und Enden, Bürgermeister Gawlik muß allein in diesem Jahr fast 570 000 Euro Kredit aufnehmen, nur um damit andere Schulden zu bezahlen. Gewerbesteuer nimmt Fürstenberg kaum noch ein und die Gelder aus der Einkommenssteuerbeteiligung gehen auch zurück. Investitionen finden schon lange nicht mehr statt. In der ostdeutschen Partnergemeinde Geisingen im Erzgebirge sieht es dagegen ganz anders aus. Mit Hilfe der Aufbaugelder wurden dort eine Eishalle, ein Naturbad, ein neuer Stadtkern und eine supermoderne Dreifach-Sporthalle gebaut.

SPIEGEL TV-Autor Detlev Konnerth hat den aufständischen Bürgermeister besucht.


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