Subventionsirrsinn: Millionen für Tabak-Bauern und Schnapsbrenner - DER SPIEGEL
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Subventionsirrsinn Millionen für Tabak-Bauern und Schnapsbrenner

Otto Hey ist Vorsitzender der pfälzischen Schnapsbrenner und als solcher sehr froh über einen sehr zuverlässigen Kunden: Die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein. Die Behörde kauft Hey und seinen Kollegen ihren Schnaps zum garantierten Festpreis ab, und der liegt weit über dem üblichen Marktpreis.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Auf diese Weise werden deutsche Schnapsbrenner jedes Jahr mit 110 Millionen Euro Subventionen unterstützt, ob es Sinn macht oder nicht. Das Gesetz, das den Schnapsbrennern Festpreise garantiert, stammt von 1918 und hat mit heutiger Marktwirtschaft nichts mehr zu tun. Um Angebot und Nachfrage müssen sich auch die deutschen Tabakbauern nur wenig kümmern. Sie erwirtschaften mit ihren Tabakblättern rund 40 Millionen Euro im Jahr, 35 Millionen davon stammen aus dem Subventionstopf.

SPIEGEL TV-Autorin Kerstin Mommsen über Subventions-Irsinn in Deutschland.





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