Subventionsirrsinn Millionen für Tabak-Bauern und Schnapsbrenner
Otto Hey ist Vorsitzender der pfälzischen Schnapsbrenner und als solcher sehr froh über einen sehr zuverlässigen Kunden: Die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein. Die Behörde kauft Hey und seinen Kollegen ihren Schnaps zum garantierten Festpreis ab, und der liegt weit über dem üblichen Marktpreis.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?
Auf diese Weise werden deutsche Schnapsbrenner jedes Jahr mit 110 Millionen Euro Subventionen unterstützt, ob es Sinn macht oder nicht. Das Gesetz, das den Schnapsbrennern Festpreise garantiert, stammt von 1918 und hat mit heutiger Marktwirtschaft nichts mehr zu tun. Um Angebot und Nachfrage müssen sich auch die deutschen Tabakbauern nur wenig kümmern. Sie erwirtschaften mit ihren Tabakblättern rund 40 Millionen Euro im Jahr, 35 Millionen davon stammen aus dem Subventionstopf.
SPIEGEL TV-Autorin Kerstin Mommsen über Subventions-Irsinn in Deutschland.
AIRLINE-MANÖVER
Gebt uns Milliarden, wir bieten Millionen
Wenige Fluglinien der USA riefen lauter nach Subventionen als Delta, zugleich kassierte das Management im vergangenen Jahr über 40 Millionen Dollar. Davon versucht der CEO Leo Mullin nun offenbar abzulenken - und verordnet sich eine scheinbar beeindruckende Gehaltskürzung. mehr...
SUBVENTIONS-KÜRZUNGEN
"Alle werden schreien"
Die Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU), 45, aus Hessen und Peer Steinbrück (SPD), 56, aus Nordrhein-Westfalen über neue Schulden, altes Denken und ihre gemeinsamen Pläne zum Abbau der deutschen Subventionsmilliarden. mehr...
Sehen sie außerdem im SPIEGEL TV Magazin:
Tod des Schönheitschirurgen -
der Fall Gsell
Endstation Babystrich -
das Leben einer minderjährigen Prostituierten
Mutter hinter Gitter -
warum deutsche Richter kanadisches Sorgerecht ignorieren
Zurück zur Übersicht